Google Chrome exportieren - alle Daten sichern und nichts mehr verlieren

Marco Kratzenberg
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Für andere Browser gibt es jede Menge Hilfsprogramme, kostenlose und kostenpflichtige, um diverse Aspekte des Programms zu sichern und sie eventuell auf anderen Rechnern ebenfalls zu verwenden. Google Chrome bringt das alles schon mit. Hier haben wir es nicht nötig, auf unausgereifte Tools zurückzugreifen.

Einstellungen von Google Chrome manuell exportieren

Google Chrome speichert alle benutzerrelevanten Daten, wie Lesezeichen, Erweiterungen, Passwörter usw. in einem Verzeichnis, das man problemlos exportieren und in einer anderen Installation von Google Chrome einsetzen kann. Dieses Verzeichnis trägt den Namen “User Data” und beinhaltet viele Unterverzeichnisse.

Je nach Windowsversion befindet es sich an einem anderen Ort. Seit Windows Vista findet ihr es unter:

C:/Users/Benutzername/AppData/Local/Google/Chrome/User Data

Benutzt ihr noch Windows XP, dann befindet sich der Ordner auf der Festplatte bei:

C:/Dokumente und Einstellungen/Benutzername/Lokale Einstellungen/Anwendungsdaten/Google/Chrome/User Data

So oder so könnt ihr den Ordner etwa auf einen USB-Stick kopieren und somit Google Chrome komplett exportieren. Die innere Struktur ist unabhängig von der verwendeten Windowsversion und funktioniert systemübergreifend.

Allerdings ist es ratsam, vor dem Export über die entsprechende Funktion unter “Strg – Umschalttaste – Entfernen” den Cache zu löschen, um Zeit und Platz zu sparen.

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Chrome-Lesezeichen exportieren

Wollt ihr nur eure Chrome-Lesezeichen exportieren, dann geht das ganz einfach in wenigen Schritten.

  • Öffnet zuerst Google Chrome
  • Nun öffnet ihr das Menü mit einem Mazsklick auf die drei waagerechten Linien oben rechts.
  • Im Menü auf Lesezeichen klicken und danach auf Lesezeichen-Manager. Wahlweise geht auch die Tastenkombination Strg +Umschalttaste + O (Buchstabe O).
  • Ihr seht im Lesezeichen-Manager die Lesezeichen. Darüber steht Organisieren. Klickt darauf und wählt aus dem Pulldown-Menü ganz unten die Funktion Lesezeichen in HTML-Datei exportieren…
  • Es öffnet sich ein Dialog zum Speichern der Datei. Vergebt einen Namen und wählt einen Speicherort, an dem ihr die exportierten Chrome Bookmarks wiederfindet.

Google Chrome automatisch exportieren

Beim Exportieren der Google Chrome Einstellungen denkt jeder wohl zuerst an Lesezeichen und einige andere Daten in einer Datei, die man woanders einsetzen kann. Doch Google geht an dieser Stelle noch einen großen Schritt weiter.

Jeder Inhaber eines Google Kontos, das kostenlos und ohne Verpflichtungen ist, kann sich aus dem Browser heraus “In Chrome anmelden”. Hat er kein Google Konto, kann er es hier anlegen. Danach besitzt er einen Benutzernamen und ein Passwort, mit dem er sich dort anmelden kann und in diesem Augenblick geschieht etwas Phantastisches...

Jetzt nämlich kopiert Google alles Wichtige – und damit ist wirklich alles gemeint – ins Internet. Das sind Passwörter, die heruntergeladenen und installierten Erweiterungen, Lesezeichen und vieles mehr. Und das geschieht bei jeder Anmeldung wieder aktuell. Der Stand im Internet ist immer up to date.

Jetzt müsst ihr nichts anderes mehr tun, als Google Chrome auf einem anderen Rechner zu downloaden, es zu installieren und euch dann dort ebenfalls anzumelden. Schon wird alles übertragen und fortan habt ihr auch hier das heimatliche Google Chrome Gefühl.

Das funktioniert – in eingeschränktem Maße – natürlich auch auf Mobilgeräten wie dem iPad oder einem Smartphone. Die Erweiterungen bringen hier nichts, aber dafür kann man auf Lesezeichen und Passwörter zugreifen.

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