Google Chrome und NoScript – die beste Alternative

Marco Kratzenberg
1

Wer das Plugin von Firefox gewöhnt ist, sucht auch für Google Chrome nach NoScript. Direkt nach der Installation lässt Chrome alle JavaScript-Befehle auf den besuchten Webseiten zu. Wie sollte er auch entscheiden, was gut oder böse ist? Hier hilft eine NoScript-Alternative für Chrome.

NoScript ist nicht einfach ein Werbeblocker. Es geht um alle Javascripte, die in Webseiten geladen werden. Nach der Installation werden sie erst einmal blockiert und der Anwender entscheidet dann fallweise, von welcher Domain er Skripte zulassen will. Dadurch wird das Surfen im Netz sicherer und spart – neben nerviger Werbung – auch jede Menge an unnötigem Traffic. Leider gibt es kein Google Chrome NoScript-Plugin. Aber natürlich ist so eine Funktion interessant genug, dass es Alternativen dazu gibt!

Der sogenannte Porno-Modus eures Browsers sorgt auch für eine grundlegende Sicherheit. So werden beispielsweise keinerlei Daten über eure Surf-Sitzung auf der Festplatte gespeichert:

„Porno-Modus“ auf dem Smartphone: Surfe sicher und sauber im Web

ScriptSafe als Google Chrome Alternative zu Noscript

Den gleichen Weg wie das Vorbild geht die Chrome NoScript-Alternative namens ScriptSafe. Erst einmal alles blockieren! Danach kann der Anwender auf das rote Icon klicken, das schon gleich einen Zähler zeigt, der die Menge an gesperrten Skripten präsentiert. Wie bei NoScript auch, öffnet sich hier ein Auswahlmenü, das die üblichen Blockierungs- und Freigabeoptionen zur Verfügung stellt. Doch hier gibt es noch viel, viel mehr Optionen. Teilweise ist das schon verwirrend.

ScriptSafe-Features und erste Schritte

Wie schon erwähnt, arbeitet die Chrome-Erweiterung ScriptSafe wie das Plugin NoScript: Wird eine Webseite das erste Mal aufgerufen, sind alle Skript-Ausführungen dort deaktiviert. Gleichzeitig ist oben in der Icon-Leiste von Chrome das ScriptSafe-Icon zu sehen und ein Zähler darin informiert euch über die Anzahl der blockierten Skripte.

Ein Klick auf dieses Icon öffnet ein Fenster, in dem ihr zu der Domain und den darauf gesperrten Javascripten Informationen bekommt und sie gezielt blockieren oder freigeben könnt- Soweit seid ihr das ja von NoScript gewohnt. Allerdings gibt es hier deutlich mehr Optionen und nicht alle sind sofort zu verstehen. Das bedeuten die ScriptSafe-Optionen:

  • Zulassen: Nur die aufgeführte Domain kommt auf eine Whitelist und darf alle Skripte ausführen.
  • Vertrauen: Die gesamte Domain und alle Subdomains kommen auf die Whitelist.
  • Verweigern: Die Domain im aktuellen Tab kommt auf eine Blacklist.
  • Misstrauen: Das Gegenteil von Vertrauen. Die Domain und alle Subdomains kommen auf die Blacklist.
  • Vorübergehend: Damit werden die Skripte dieser Domain für die aktuelle Sitzung zugelassen.
  • Leeren: Entfernt die Domain aus einer White-oder Blacklist.

Dieses Verhalten kann entweder oben für eine gesamte Domain umgeschaltet werden, oder darunter für die einzelnen Skript-Aufrufe der verbundenen anderen Domains. So könnt ihr eine Hauptdomain samt aller Subdomains in die Whitelist schreiben, aber zum Beispiel alle darunterliegenden Javascripte blockieren beziehungsweise temporär freigeben.

Kennt ihr die Top 5 der Chrome-Erweiterungen? Unser Video stellt sie euch vor:

15.922
TOP 5 Chrome Erweiterungen

Fazit

Leider gibt es das originale NoScript für Google Chrome nicht. Dieses kleine Tool funktioniert perfekt und könnte eigentlich den Nachahmern zeigen, wo es lang geht. ScriptSafe kommt an die Funktionalität durchaus heran, ist aber etwas gewöhnungsbedürftig. Aber das trifft ja generell für einen Umstieg von Firefox auf Google Chrome zu. Wenn ihr euch mit den verschiedenen Schaltern etwas beschäftigt und mit dem umfangreichen Optionen-Menü experimentiert, könnt ihr Google Chrome effektiv absichern.

Weitere Themen: Google Chrome, Google

Neue Artikel von GIGA SOFTWARE