Google präsentiert High-Tech-Tafel Jamboard

Stefan Bubeck

Ein Designer-Whiteboard mit Kamera, 4K-Display, WLAN, Touchbedienung und Handschrifterkennung. So arbeiten wir in Zukunft, wenn es nach Google geht.

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Google: Introducing Jamboard

Die moderne Arbeitswelt ist flexibel, schnell und kollaborativ: Teamworking und Brainstorming sind allgegenwärtig – die Frage ist, welches Gadget im Zentrum des Geschehens stehen soll.

Technische Anleihen bei Tablets

In Mountain View hat man Businesskunden nicht erst seit gestern im Visier. Softwareseitig bietet Google die G Suite an, eine Kombination aus Gmail, Docs, Drive und Kalender. Die passende Hardware kommt nun in Form des Jamboards.

Bildergalerie Google Jamboard

An die gute alte Kreidetafel erinnert allenfalls noch die Formgebung: Ein Ständer auf Rollen, darauf eine Arbeitsfläche im Querformat. Alles andere ist eine Kombination aus Technikfeatures, die wir von Tablets und dem Home-Entertainment-Bereich kennen. Auf dem 55 Zoll messenden 4K-Touch-Bildschirm kann man virtuelle Notizen anheften oder schnell ein paar schlaue Einfälle aufschreiben. Das macht man mit dem mitgelieferten Pen, dank Schrifterkennung wird die eigenen Sauklaue live in einen lesbaren Druckbuchstabentext für alle umgewandelt. „Radieren“ kann man auch, eine Batterie benötigt der Stift nicht.

Vernetztes Arbeiten ist das Zauberwort

Google Drive und Docs sind angebunden, per App können die Brainstorming-Teilnehmer ihre Ideen oder Anmerkungen an das Jamboard schicken. So gesehen steht eigentlich die Cloud im Mittelpunkt, die High-Tech-Tafel ist lediglich der formschöne Zugang. Den gemeinschaftlichen Prozess der Ideenfindung nennt Google „Jam“ – ein Begriff, der aus der Musikwelt stammt und eher nach Spaß als nach Büroarbeit klingt. Wer bei der lockeren Runde teilnehmen möchte, aber nicht vor Ort ist, kann sich per Hangouts dazuschalten. Eine im Jamboard integrierte Kamera filmt das versammelte Team.

google-jamboard-screenshot

Das von Google zusammengeschnürte Gesamtpaket erinnert stark an Microsofts Surface Hub. Preislich soll es unter 6.000 US-Dollar liegen, Unternehmen können sich ab sofort als Early Adopter registrieren. Die Teams von Netflix und Spotify arbeiten bereits damit.

Quelle: Google, Neowin

Weitere Themen: 4K / UHD, Google Docs, Google

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