Google Earth benutzen - eine kleine Einführung

Marco Kratzenberg

Prinzipiell ist es ja gar nicht so schwer, den Google Earth Download zu installieren und danach sofort loszulegen. Irgendeine Adresse ins Suchfeld einzugeben und dann zur Dachansicht des eigenen Hauses zu fliegen, kann jeder. Doch Google Earth kann noch viel, viel mehr. Und um die Möglichkeiten richtig auszuschöpfen, muss man die Tricks kennen. Wir verraten einige Möglichkeiten, aus dem Programm noch mehr rauszuholen.

Kaum jemand weiß, dass er mit Google Earth in der Zeit rückwärts reisen kann. Einige Städte können nämlich auch mit Luftaufnahmen von 1943 betrachtet werden – wenn man weiß, wie man Google Earth richtig benutzen muss. Viel Spaß bringen auch die 3D-Gebäude oder 360-Grad-Ansichten einiger Orte.

Google Earth richtig benutzen – die Grundfunktionen

Der Anwender kann alle Funktionen im Betrachtungsfenster mit der Maus steuern. Ob das nun die Neigung der Landschaft ist oder die Umschaltung zum Streetviewmodus, das alles erreichen wir mit der Maus. Schnell merkt man, dass man den Bildausschnitt mit der Maus verschieben kann und dass ein Doppelklick in das Bild zoomt.

Google Earth benutzen Steuerung | winload.de

Diese Steuerung wird man in Google Earth oft benutzen

Richtig interessante Funktionen treten erst dann in den Vordergrund, wenn wir die Maus in die rechte, obere Ecke des Bildausschnitts bewegen. Dann nämlich wird eine Steuerung sichtbar, welche uns einige sehr brauchbare Möglichkeiten bietet.

Im oberen Rad, mit dem großen N (für Norden) können wir die Ausrichtung des Ausschnittes steuern. Aber noch viel interessanter ist, was passiert, wenn man auf die Pfeile des inneren Kreise (mit dem Auge) klickt. Der Anwender verstellt damit die Bildneigung und kann es nach vorn oder hinten kippen bzw. den Blick nach rechts oder links richten. Dadurch entsteht ein realistischerer Vogelflugeffekt. Außerdem macht es auch Spaß, sich mit dieser Steuerung in einer Hochhauskulisse wie San Francisco im 3D-Modus umzusehen.

Darunter befindet sich ein Kreis, mit einer Hand gekennzeichnet, der uns aber auch nur die Bewegungen bietet, welche wir auch mit der Maus durchführen können. Doch darunter wird es wieder spannend. Hier können wir einen Regler in Richtung Plus oder Minus ziehen, woraufhin sich die Zoomstufe ändert. Doch ziehen wir das kleine, gelbe Männchen an passender Stelle auf eine Straße, so schaltet Google Earth in den Modus Streetview um. Und Google Earth so zu benutzen macht wirklich Spaß! Ob es sich um die “richtige Stelle” handelt, ob also dort überhaupt schon Daten der Kameraautos vorliegen, erkennt der Anwender daran, dass die Straße blau markiert wird, wenn er das Männchen “anfasst”. Ist das nicht der Fall und es gibt auch keine 3D-Gebäude in der Gegend, ist das Ergebnis sehr seltsam. Dann wandert der Anwender in einer flachen Welt mit “Fototeppich” umher.

Google Earth benutzen, um in die Vergangenheit zu blicken

Eine ungewöhnliche Option stellen sicher die historischen Aufnahmen dar. Dabei handelt es sich um recht umfangreiche Luftbildaufnahmen, von denen die Ältesten von 1943 stammen. Sie wurden positionsgenau über die Geodaten der Erde gelegt und auf diese Weise können wir uns ein und denselben Ort ansehen, wie er zu unterschiedlichen Zeiten aussah. Je nachdem, welche Luftbilder vorlagen, gibt es dabei unterschiedlich große Zeitsprünge. Berlin oder Paris bieten z.B. Bilder von 1943 und 1949, um dann direkt zu 2000 zu springen. Bei Hamburg gibt es an alten Bildern nur 1943.

Google Earth benutzen historische Aufnahmen | winload.de

So kann man Google Earth zur Zeitreise benutzen: Die historischen Bilder einschalten

Wir erreichen diese historischen Aufnahmen im Hauptmenü unter “Ansicht”. Dort gibt es einen Menüpunkt namens “Historical Imagery”. Solange diese Option aktiviert ist, sehen wir schon aus großer Höhe die Orte in der Art eines Schwarzweißbildes (siehe Bildschirmfoto).

Links oben wird ein Schieberegler eingeblendet, mit dem der User zwischen den verschiedenen Jahrgängen umherschalten kann. So lässt sich an jeder Position 1:1 die Entwicklung aufzeigen.

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