Die beste Musikerkennung-App: Shazam, SoundHound und das Google-Widget im Vergleich

Gerade läuft im Radio ein Song, den man schon die ganze Zeit sucht. Wie heißt er? Von wem stammt er? Und schon ist der Song wieder weg. Dagegen gibt es tolle Apps – die beste Nachricht vorab: Der Google Play Store bringt bereits sein eigenes Feature zur Musikerkennung mit! Und wir setzen dieses Widget in den Konkurrenz-Kampf mit Shazam und SoundHound und betrachten ihre Stärken und Schwächen.

Die beste Musikerkennung-App: Shazam, SoundHound und das Google-Widget im Vergleich

Nicht nur der Google Play Store hat so ein Feature, mit Shazam und SoundHound gibt es eigene Musikerkennungs-Apps für Android und iOS. Shazam ist schon seit dem ersten iPhone verfügbar und erkennt seither immer besser Musik, die gerade läuft. Für populäre Songs funktionieren alle drei Dienste gut – für nicht so bekannte Stücke wird es dagegen schon schwieriger.

Die schnellste Musikerkennung: “App geht’s!”

Das Problem bei der schnellen Musikerkennung: Bis so eine App erstmal heruntergeladen ist, dauert das ein paar Minuten. Im Test mit dem WLAN braucht das Nexus 4 etwa 1 1/2 Minuten beim Download von Shazam und Soundhound einzeln. Das heißt also, dass der Song, über den man gerne mehr erfahren möchte, innerhalb der nächsten 1 1/2 Minuten nicht zu Ende sein darf. Der Gewinner ist das Widget des Google Play Stores.

Um das Widget zu benutzen, braucht man etwas Platz auf dem Homescreen des Android-Launchers. Je nach Homescreen kann man das Widget unter dem App-Drawer im Punkt “Widget” wiederfinden oder ein langer Druck auf den freien Platz des Homescreens genügt. Nachdem sich das Widget gestartet hat, was üblicherweise wenige Sekunden dauert, ist es einsatzbereit und wartet nur auf die Musikerkennung.

Die Stärke ist die sofortige Benutzbarkeit – denn auch wenn man nach der Erkennung direkt zum Google Play Store geführt wird, damit man sich den Song kaufen kann, ist das vollkommen ausreichend. Das Widget prahlt nicht mit Features und weiteren Suchangeboten – es ist einfach nur schnell. Leider erkennt das Widget aber nichts, was nicht im Google Play Store erhältlich ist.

Bewährte Musikerkennung: App “Shazam” ist zwar lange dabei, aber langsam

Shazam war eine dieser Trendapps, die man mit dem ersten iPhone unbedingt herunterladen musste. Das ist jetzt mittlerweile auch gute sechs Jahre her.

Das neue Shazam (natürlich auch für Android) ist zwar wirklich schick anzusehen, und während es versucht, den Song zu erkennen, ist die Visualisierung wirklich passend, aber bis dahin ist es ein weiter Weg. Shazam ist etwa ein Megabyte größer als SoundHound – das kann entscheidende Sekunden kosten, wenn man wirklich zum ersten Mal schnell den Song erfahren möchte. Und danach soll man sich ein Konto einrichten und allerhand Overlays bestätigen, dann kann es endlich losgehen.

Ist die App installiert, ist die Erkennung ist genauso schnell wie bei den beiden anderen Dienstleistern – nur dauert es eben sehr lange, bis ich endlich Shazam nutzen kann.

Die angebotenen Features beschränken sich auf das Nötigste. Unter den fünf weiterführenden Links finden sich drei Werbepartner von Shazam.

Zum Thema: Shazam für PC – Musikerkennung unter Windows

SoundHound – nach dem Installieren geht’s ganz fix

SoundHound bietet von allem etwas. Die App erkennt schnell und zuverlässig sehr viel Musik, bietet nützliche Zusatzinfos und Links an und ist nach dem Installieren sofort bereit. Man kann sogar noch in den Song reinhören, den man gesucht hat.

Im Direktvergleich mit Shazam schneidet SoundHound definitiv besser ab. Wenn ich möchte, kann ich nach dem Erkennen des Musikstücks dieses teilen, bei Spotify anhören oder gegebenenfalls direkt bei YouTube suchen. Das wirkliche Killerfeature ist für Partyfans: Die Erkennung wird auch auf den etwaigen Standort getrackt, und mit der Kartenansicht weiß man jederzeit, wann und wo der Song gefunden wurde.

Android-Musikerkennung: Apps hin oder her – das Fazit zählt

Wer viele Features braucht und öfters auf die Musikerkennung zurückgreift, der ist mit SoundHound gut bedient. Für das reine Herausfinden des Künstlers reicht das Google Play Widget. Wer es eilig hat, der sollte sofort auf das Google Widget zurückgreifen – damit hat man wenigstens den Track sicher gefunden.

Wenn ihr noch immer sagt: “Ich suche ein Lied!” und das z.B. auch einsummen oder vom PC aus abfragen wollt, dann ist dieser Artikel der richtige für euch:

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