Google Play Music All Inclusive: Musik-Streaming-Dienst erhält in den kommenden Wochen umfangreiche Überarbeitung

Rafael Thiel
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Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge, plant man in Mountain View sich im Musikgeschäft neu auszurichten. Mit dem in der Gerüchteküche kursierenden YouTube Music Key befindet sich bereits ein gänzlich neuer Dienst in der Mache, allerdings soll auch das bestehende All Access-Musik-Abo – hierzulande als Google Play Music All Inclusive vermarktet – eine Generalüberholung erfahren. Dazu bedient sich Google der kürzlich zugekauften Technologien des Musik-Services Songza.

Google Play Music All Inclusive: Musik-Streaming-Dienst erhält in den kommenden Wochen umfangreiche Überarbeitung

Neben Drohnen, Thermostaten und Besteck hat Google in diesem Jahr auch auf dem Musikmarkt eingekauft. Mit Songza hat man sich einen Spezialisten für smarte Musikverwaltung gesichert, dessen Technologien womöglich bald in Google Play Music Einzug halten werden. Wie Reuters berichtet, soll das Streaming-Abo Play Music All Inclusive in naher Zukunft immens aufgebohrt werden. Durch die eingekauften Algorithmen sollen die Musikvorschläge und -empfehlungen sowie die Radio-Funktion verbessert werden. Jamie Rosenberg, seines Zeichens Vice President of Digital Content bei Google, gab in einem Interview zu verstehen, dass man den Streaming-Dienst zudem nahtlos auf Wearables und Automobile bringen wolle – mit Android Wear und Android Auto verfügt der Konzern bereits über entsprechende Standbeine in besagten Sektoren.

Mit All Access hatte Google sich vor 17 Monaten in vorher unbekanntes Terrain begeben: Der Dienst ist im Gegensatz zu den zahlreichen anderen Services des Unternehmens für den Benutzer nicht kostenlos und wird nicht durch Werbung finanziert. Nach aktuellen Schätzungen sollen weltweit wenige Millionen Menschen das Streaming-Abo beziehen. Damit ist All Access ungefähr auf einer Ebene mit Rhapsody und Deezer; Spotify kann zum Vergleich etwa zehn Millionen Benutzer verzeichnen. Während bislang versucht wurde, den Dienst in immer mehr Ländern mit unterschiedlichen Lizenz- und Rechtssystemen anzubieten – derzeit 43 Länder –, sollen nun also eine verbesserte Funktionalität für mehr Benutzer sorgen.

Bis dato ist nicht bekannt, wann Google gedenkt seinen überarbeiteten All Access-Dienst sowie den YouTube Music Key freizugeben. Es wäre denkbar, dass eine Vorstellung zusammen mit Android L und neuen Nexus-Geräten in den nächsten Tagen und Wochen erfolgt. Wir halten euch dahingehend natürlich auf dem Laufenden.

Quelle: Reuters [via AndroidOS.in]

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