Guitar Hero III Legends of Rock: Werde zur Legende!

Tizian Nemeth

Sex, Drugs & Rock’n’Roll – dafür muss man nicht unbedingt das Leben eines Rockstars führen. Wer sich aber wie einer fühlen möchte, der starte seinen Mac, werfe Guitar Hero ein, greife sich die Gitarre und gehe auf Santanas “Black Magic Woman” und “Bulls on parade” von Rage against the Machine mal so richtig ab.

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In Guitar Hero III Legends of Rock triffst Du einige der berühmtesten Bands der Rock-Geschichte und nach etwas Übung fühlst Du Dich bald selbst wie eine. Die Simulation erfordert von Dir keine musikalische Vorbildung, lediglich ein Fable für gute Rock-Musik. Etwas Taktgefühl kann auch nicht schaden, es erleichtert Dir Deine Auftritte. Falls Du bisher noch keine großen Erfahrungen mit Guitar Hero hast, so empfiehlt es sich erst einmal, mit dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad zu starten, bereits beim mittleren erhöht sich sowohl die Spielgeschwindigkeit als auch die Anzahl der Knöpfe. Je mehr Du spielst, desto besser wird Dein Taktgefühl und auch Deine Fingerfertigkeit (die Du absolut benötigst).

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Sobald Du das Spiel gestartet hast, kannst Du im Probenraum verschwinden und einfach drauf los klampfen. Im Multiplayer-Modus musizierst Du mit anderen zusammen oder Du startest eine Karriere. Während der Auftritte laufen auf dem Monitor bis zu fünf farbige Knöpfe im Takt zur Musik auf Dich zu. Jeder dieser Knöpfe entspricht einer Tonlage auf der Gitarre und Deine Aufgabe ist es, die auf Dich zukommenden Noten mit den Grifftasten und dem Anschlagschalter zum richtigen Zeitpunkt zu spielen. Einige Songs erfordern zusätzlich den Einsatz des Tremolo (der Hebel am unteren Teil der Gitarre).

Der Rock-O-Meter auf der rechten Seite zeigt Dir, wie stark Du rockst. Die Anzeige ist in vier Bereiche eingeteilt: Grün heißt, Du bist der absolute Burner. Gelb steht für das Mittelmaß und bei Rot rollen sich bereits die Zehennägel des Publikums hoch. Die Glühlämpchen über dem Rock-O-Meter zeigen Dir Deine “Starpower”: Je besser Du spielst, desto mehr Lämpchen leuchten auf. Hast Du einmal genug Powerpunkt gesammelt, ziehst Du den Gitarrenhals hoch und bekommst mehr Punkte. Ansonsten wirst Du für jede getroffene Note belohnt. Wenn Du fehlerfrei bleibst, jagt der Multiplikator zusätzlich den Punktestand hoch.

Entscheidest Du Dich für den Karriere-Modus, dann gründest Du zunächst eine Band mit einem schlagkräftigen Namen, den Du frei wählen kannst. Im Anschluss wählst Du Dein Alter-Ego aus, einen durchtrainierten langhaarigen Metaller, eine blonde

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Gitarren-Göttin, einen sehnigen tätowierten Punk oder eine andere Figur, die Dich am besten auf der Bühne repräsentiert. Dann kann der Aufstieg zu einer Rock-Legende beginnen.
Zunächst führen Dich Deine ersten Schritte im Rock-Business auf Veranstaltungen am Strand. Rockst Du die anwesende Gemeinde, bekommst Du vielleicht die Chance zu einer Zugabe. Und Du spielst weiter, bis die Polizei kommt.
Später spielst Du mit Guns’n’Roses in einem Gefängnis vor in Drillich gekleideten Gestalten, die Dich feiern. Je weiter Du Dich im Rock-Universum vorarbeitest, desto größer werden die Hallen.
Für jeden Auftritt erhältst Du Punkte, die im Anschluss in eine üppige oder eher magere Gage umgerechnet werden. Oft genug zieht der Veranstalter dann noch Kosten für die geplünderte Minibar und die Renovierungskosten für Dein Hotelzimmer ab. Mit dem Rest Deiner Gage kannst Du dann im Shop neue Gitarren kaufen, Deine alte umlackieren lassen, neue Outfits erwerben, zusätzliche Songs kaufen und im Laufe des Spiels noch einiges mehr.

Hast Du Deinen Einkaufsbummel erledigt, geht es zum nächsten Auftritt. Deine Aufgabe besteht darin, innerhalb eines Events von vier Songs wenigstens drei erfolgreich zu beenden, um für das nächste Konzert entdeckt zu werden.

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Richtig großen Spaß bringen die Battles: Sobald Du Dir einen Namen gemacht hast, fordern Dich Gitarrenlegenden wie Slash und Tom Morello zu einem Gitarren-Wettstreit. Während dieser Schlacht spielt ihr gegeneinander, an bestimmten Stellen sammelst Du Sabotage-Items ein und kannst Deinem Kontrahenten damit in die Parade fahren, indem Du den Gitarrenhals hoch reißt. Dann reißt unter Umständen eine Gitarrenseite. Doch Vorsicht, Dein Gegner kann ebenfalls angreifen.

Steuern kannst Du Guitar Hero entweder mit der Tastatur (nicht ganz so lustig) oder mit dem Gitarren-Kontroller der dem

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Spiel beiliegt. Die Handhabung ist recht simpel und der Kontroller recht robust (Du solltest ihn trotzdem nicht auf den Boden schmettern). Greifst Du in die Kontroller-Saiten,  so merkst Du das bereits nach einem Song – an Deinen Muskeln. Guitar Hero lebt davon,dass Du Gitarre spielst. Möchtest Du im  Koop-Modus zu zweit die Bühne rocken, machen auch zwei Gitarren Sinn. Überhaupt ist der Fun-Faktor  höher, wenn Du das Spiel in einer lustigen Runde spielst. Aber auch als einsamer Rocker kann man jede Menge Spaß und Hörstürze erleben.

Hast Du dann immer noch nicht genug, kannst Du mit Guitar Hero III und Aerosmith weiter rocken. Bei ASH bekommst Du beispielsweise beide Teile plus einen Gitarren-Kontroller im Set für 69,95 Euro. Zwar kannst Du das Spiel auch einzeln erwerben, aber im Komplettpaket gibt es gleich alles zusammen zu einem tollen Preis.