Anleitung: Mit iBooks Author in den iBookstore

Flavio Trillo
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Dank des jüngst präsentierten iBooks Author steht dem eigenen eBook-Bestseller kaum noch etwas im Wege. Selbstverleger können ohne größeren technischen Aufwand ein eigenes Werk im iTunes iBookstore anbieten, sogar die Kosten für solch ein Projekt sind durchaus überschaubar. So geht es kinderleicht vom Manuskript zum fertigen eBook-Titel.

Anleitung: Mit iBooks Author in den iBookstore

Die wichtigste Voraussetzung, bevor man sich irgendwelche Gedanken um die Bedingungen eines Vertriebs im iBookstore macht, ist eine Idee. Ein Buch sollte niemals Selbstzweck sein, ganz egal, wie leicht einem der Zugang zum Markt auch gemacht wird.

Für diese Anleitung gehen wir also davon aus, dass Ihr bereits ein Manuskript habt, oder Euch zumindest eine zündende Idee unter den Nägeln brennt, die unbedingt zu „Papier“ gebracht werden will.

Für alle Autoren, die noch nicht von iBooks Author gehört haben, hier die Kurzfassung: Das kostenlose Programm ist im Grunde eine Art Layout-Programm im Stil der bekannten Größen aus den Häusern Adobe und Quark. Es ist stark auf die Bedürfnisse von Anfängern oder Gelegenheits-Usern ausgelegt, kann aber von Profis auch zu entsprechenden Kunststückchen animiert werden.

Einerseits können Text, Bilder, Videos und interaktive Elemente ganz einfach per Drag&Drop in das eBook eingefügt werden. Hierfür stehen zu Anfang mehrere Vorlagen zur Verfügung. Diese sind zwar allesamt auf die Erstellung von Lehr- oder Schulbüchern ausgelegt, lassen sich aber ganz trefflich auch für andere Projekte zweckentfremden. Für fortgeschrittene Anforderungen ist auch herkömmlicher HTML5-Code erlaubt.

Apple hat also mit iBooks Author eine Hürde für eBook-Autoren ganz erheblich gesenkt – nämlich die technischen Anforderungen an die Erstellung

der entsprechenden Rohdaten. Einfache eBooks im verbreiteten ePub-Format können seit kurzer Zeit auch mithilfe von Apples Textverarbeitung Pages erstellt werden. Doch fehlen hier die zusätzlichen Werkzeuge zur Integration interaktiver Medieninhalte.

Das fertige Manuskript wird nun aus iBooks Author ganz einfach über den Menüeintrag „Bereitstellen“ -> „Exportieren“ als .ibooks-Datei gespeichert.

Wenn also die Software so leicht zu bedienen ist, was bleibt zu tun, um das eigene Meisterwerk in den iBookstore zu befördern?

Nun, das hängt zunächst von einer zentralen Frage ab: Soll das Buch kostenpflichtig sein oder kostenlos angeboten werden? Hiervon hängt die Art der Vereinbarung ab, die bei der Verbindung der eigenen Apple-ID mit einem iTunes-Connect-Konto mit Apple getroffen wird. Für den Anfang ist es einfacher, ein Buch kostenfrei über den iBookstore zu verteilen, da die Voraussetzungen hierfür deutlich leichter zu erfüllen sind.

Für den Verkauf von Büchern in iTunes benötigt man neben einer ISBN (internationale Standardbuchnummer) auch eine US-Steuernummer (ITNI), die einem auf Antrag (PDF-Dokument) bei der IRS (Internal Revenue Service, US-Steuerbehörde) zugeteilt wird. Kosten entstehen dabei nur für die ISBN, von denen eine einzelne mit etwa 80 Euro zu Buche schlägt.

Auf der Anmeldeseite zum iBookstore trifft man zunächst die Wahl, in diesem Beispiel die eines Kontos für Gratis-eBooks. Daraufhin wird man um Eingabe diverser Daten gebeten, unter anderem einer Apple-ID. Diese darf jedoch nicht bereits mit einem anderen iTunes-Connect-Konto verbunden sein, zum Beispiel zum Vertrieb von Apps im iTunes App Store.

Anschließend muss das Programm iTunes Producer heruntergeladen und installiert werden. Es dient zur Übertragung der fertigen „Assets“. Hier werden auch Autor, Mitwirkende, Titelgrafik, Screenshots und mehr angegeben. Das fertige .itmsp-Paket geht dann zur Freigabe direkt an Apple. Wie bei allen Inhalten behält der Anbieter sich natürlich auch hier vor, eingereichte Bücher nicht in den iBookstore zu lassen.

Von hier aus heißt es also: Viel Glück – vielleicht steht Euer Meisterwerk bald im iBookstore Millionen von Lesern zur Verfügung.

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