iLife ‘11 – Kreativität für den Hausgebrauch

von

Es muss nicht immer ein hochgerüsteter Mac Pro mit Final Cut Studio, Logic Studio und Adobe Photoshop sein. Den meisten sind diese ohnehin zu komplizierten Programme obendrein zu teuer. Für den Hausgebrauch genügt zumeist iLife von Apple Darin sind ein Musik- ein Foto- und ein Video-Programm sowie Software zur Erstellung von DVDs und Webseiten enthalten.

Wenn man bedenkt, dass die Vorgängerversion aus dem Jahr 2009 stammt, ist verständlich, wie ungeduldig Viele auf diese Aktualisierung gewartet haben. Umso erfreuter dürfte die Fan-Welt sich ob des um 30 US-Dollar reduzierten gezeigt haben.
Doch niedrigere Anschaffungskosten bedeuten in diesem Fall keinesfalls weniger Inhalt. Zwar blieben iDVD und iWeb jeweils ohne Neuerungen gegenüber der Vorversion. Dafür erhielten iPhoto iMovie und GarageBand einige interessante Funktionen, die richtig Spaß machen können.
Auf dem Presse-Event am 20. Oktober 2010 stellten Steve Jobs und seine Kollegen ein par der neuen Merkmale vor. Mit Stolz berichtete ein Mitglied des iMovie-Teams von der Möglichkeit, mit nur wenigen Mausklicks eigene Trailer zu erstellen. Aus 15 verschiedenen Vorlagen kann gewählt werden, welchem Thema der Film ungefähr folgt. Anschließend werden Hauptdarsteller und ein paar Szenen ausgewählt und das war's auch schon. Passende Trailer-Musik gibt es dazu aus den berühmten Abbey Road Studios in London. Auch Anwender-Kritik habe man sich zu Herzen genommen, insbesondere als man sich um eine bessere Audio-Bearbeitung bemühte.
Was iPhoto angeht, wurde auf den ersten Blick kaum etwas verändert. Allerdings wird bei der Erstellung von Diashows schnell auffallen, dass sich die Zahl der verfügbaren Vorlagen hierfür verdoppelt hat. Besonders geeignet für die Präsentation von Urlaubsfotos ist die Orte-Ansicht, für die das Programm die GPS-Daten aus den Fotos sammelt und sie auf einer Karte dort darstellt, wo sie aufgenommen wurden. Auch die beiden Varianten des 3D-Mobile können sich sehen lassen.
Interessant für die Feiertags-Saison sind die neuen Karten im Relief-Design sowie die Kalender- und Buch-Erstellung. Beide lassen sich umfangreich an persönliche Vorlieben anpassen und werden direkt aus iPhoto heraus bei einer eigenen Druckerei in Auftrag gegeben.
GarageBand ist in seiner neuesten Version ebenfalls um ein paar Funktionen bereichert worden. Da wäre zunächst der überarbeitete Katalog an Lektionen für Piano und Gitarre. Nicht nur sind fortan mehr Lerneinheiten verfügbar, man erhält sogar eine Rückmeldung, wie man sich beim Üben angestellt hat. Die Übungen sind dabei kostenlos aus dem integrierten Store zu beziehen, benötigen aber bei Größen um die 300-400 MB je Einheit eine Menge Speicherplatz.
Falls es bei der Aufnahme eigener Songs mit dem Rhythmus einmal nicht wie gewünscht klappt, lässt sich dies dank der neuen Funktionen „Flex Time“ und „Groove Matching“ bereinigen. Dabei können einerseits unsaubere Einsätze korrigiert, andererseits verschiedene Tonspuren dem Takt einer „Master-Spur“ automatisch angepasst werden.
Fazit
Für 49 Euro erhält man also ein recht großes Arsenal an kreativer Munition und kann sich nach Lust und Laune an Kamera Fotoapparat und Instrumenten austoben. Geeignet ist iLife ‘11 vor allem für Amateure, doch auch der eine oder andere Profi dürfte hier auf seine Kosten kommen.

Vorteile

  • Umfangreiches Software-Paket zum kleinen Preis
  • Optimal für Amateure und fortgeschrittene Kreative
  • Einfache Bedienung trotz großem Funktionsumfang

Nachteile

  • iDVD und iWeb bleiben seit Jahren ohne Neuerungen


Kommentare zu diesem Artikel

Neue Artikel von GIGA APPLE

Anzeige
GIGA Marktplatz