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Elektronisches Publizieren

Christoph Luchs

Mit Spannung werden das neue Apple iPad und der iBookstore erwartet. MACup zeigt, wie aus Büchern und Magazinen „elektronische Bücher“ entstehen.

Elektronisches Publizieren

Diskussionen über elektronische Bücher gibt es schon lange. Die ersten elektronischen Lesegeräte floppten aufgrund der hohen Preise, geringer Qualitäten und fehlender Medien-Angebote. Das wird sich nun mit neuen Formaten, neuen Lesegeräten und Online-Shops vermutlich ändern.

Innovative Techniken

Heute ermöglichen es Wireless LAN sowie Mobilfunk, Musik oder Videos über eine „App“ auf ein mobiles Gerät zu laden. Der ideale Vertriebsweg von elektronischen Ausgaben, Magazinen und Zeitungen ist damit etabliert. Ebenso sind die Anzeigegeräte heute leichter, bieten ein hochauflösendes Display sowie eine hinreichend lange Akku-Laufzeit. Neben den LCD-Displays existieren güns­tige und energiesparende E-Ink-Displays zum Lesen in der Sonne.

Wahl der Formate

Bei der Konvertierung des Layoutdokuments stehen das EPUB im XHTML-Format und das geschlossene seitenbasierte PDF von Adobe zur Wahl. Der wesentliche Unterschied: Das EPUB beschreibt ein Buch als strukturierten Text, während das PDF die einzelnen Seiten grafisch erzeugt. Beide Formate geben Dokumente in Kapiteln wieder und integrieren Querverweise oder Hyperlinks.

Universelles EPUB

Ein Buch im EPUB-Format wird als XHTML-Dokument beschrieben und per Stylesheets typo­grafisch in Form gebracht. Das EPUB besteht aus einem ZIP-Archiv, in dem sich die XHTML-Dateien, das Inhaltsverzeichnis und CSS-Dateien befinden, es können auch ein Buchtitel als Bild sowie weitere Angaben gespeichert werden. Beim EPUB wird der Textinhalt für unterschiedliche Bildschirmgrößen neu umbrochen und in der Schriftgröße angepasst. Das EPUB stellt also nicht die Seite dar, sondern den Text, der auf das Display passt, und eignet sich dadurch als Universalformat für alle Geräte. Zudem ist die Dateigröße eines EPUBs deutlich kleiner als die des PDFs. Mehrspaltiger Text ist nicht möglich. Bilder werden in den Textfluss eingebunden, verdrängen den Text aber nicht. Grafiken müssen in ein Pixelbild gewandelt werden. Videodateien lassen sich derzeit nicht integrieren, jedoch ist zu erwarten, dass deren Einbindung zukünftig möglich sein wird.

Das Portable-Document-Format

Das PDF beschreibt die Position und Beschaffenheit von grafischen Objekten auf einer definierten Seite und erhält das Layout. Schriften und Bilder werden eingebettet, Auszeichnungen wie Initialen, OpenType-Fonts, Hintergrundgrafiken oder Freisteller dürfen verwendet werden. PDFs können jedoch nicht beliebig an die Bildschirmbreite angepasst werden. Stattdessen wird die ganze Seite dargestellt, die der Leser vergrößern kann.

EPUB-Export aus InDesign CS4

Ein EPUB lässt sich in InDesign CS4 direkt mit dem Menübefehl Datei · Exportieren · Exportieren für Digital Editions exportieren oder per XHTML-Datei über Datei · Exportieren · Für Dreamweaver exportieren.
Über den ersten Weg erstellt InDesign ein EPUB-Datenpaket mit Titelbild, Textinhalten, Bildern, Inhaltsverzeichnis und Metadaten. Anschließend öffnet die Software Adobe Digital Editions das EPUB.

Alternative: Tagged PDF

Ein speziell exportiertes PDF beschreibt neben den Layoutinformationen auch die Textstruktur, vergleichbar dem EPUB. Aufgrund der Informationen kann der Text eines PDFs für eine definierte Bildschirmbreite neu umbrochen werden. Diese Strukturinformationen müssen jedoch aus einem Layoutprogramm wie InDesign stammen, das ein PDF mit Tags exportieren kann. Dieses PDF-Format muss zudem vom elektronischen Bücherladen und dem Anzeigegerät unterstützt werden.

XHTML-Export aus QuarkXPress

Ein direkter EPUB-Export aus QuarkXPress 8.1.6 ist nicht möglich. Das Layoutprojekt muss als Web gekennzeichnet werden, die Seiten lassen sich dann mit variabler Breite anlegen. Zunächst muss unter Bearbeiten · Vorgaben · Web­layout · Allgemein bei Bildexportverzeichnis der Ordnername für die Bilder eingegeben werden. Beim Export muss HTML gewählt sein. Zudem sollte XHTML 1.1 und als Codierung Unicode eingestellt werden. Um die Style­sheets zu verändern, muss im Exportieren-Dialog Externe CSS-Datei aktiviert sein.

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