Damit Web-Dienste und soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, Google, Youtube und Instagram erfolgreich sein können, müssen sie für den User das Hochladen von Inhalten wie Fotos und Videos möglichst einfach gestalten. Immerhin verdienen diese Dienste mit den Userdaten auch ihr Geld.
So einfach das Hochladen bei den meisten Networks auch ist, so (absichtlich) kompliziert ist leider oft auch das (gebündelte) Downloaden der eigenen Daten.
In Zeiten der Patentkriege, Übernahmen und Milliardenklagen kann ein Internetdienst mitsamt all seiner Userdaten schneller vom Netz gehen, als es dem User lieb ist. Im Falle des von Facebook übernommenen Location-Services Gowalla warten dessen User nun bereits seit 4 Monaten auf deren Fotos und Daten.
Möchte man also nicht der Willkür des World Wide Webs ausgeliefert sein, sollte man seine Inhalte eigenständig archivieren bzw. regelmäßig lokal sichern.
Folgend zeigen wir euch 2 Methoden zum Downloaden und auch automatischen Archivieren der eigenen Instagram-Fotos.
Methode #1 – ifttt: Instagram-Fotos automatisch in die eigene Dropbox sichern
Wer den Webdienst “if this then that” noch nicht kennt, hat bis jetzt etwas verpasst. “ifttt” ermöglicht das Erstellen von Automatismen, in unserem Fall das automatische Downloaden von neu auf Instagram hochgeladenen Fotos in die eigene Dropbox. Das Gleiche ist übrigens auch mit Facebook- und Flickr-Fotos möglich.
Das wirklich Gute an ifttt ist, dass ifttt die erstellten Aufgaben (dort Receipes bzw. Rezepte genannt) komplett eigenständig, automatisch und regelmäßig durchführt. Das bedeutet, dass wir uns nicht mehr darum kümmern müssen sobald wir alles einmalig eingestellt und aktiviert haben.
Um unsere Instagramme über die Dropbox auf unserem Computer zu sichern, benötigen wir logischerweise einen Dropbox-Account, welcher in der Standard-Version kostenlos und durchaus ausreichend ist. Dropbox speichert die Instagram-Fotos in der eigenen Cloud und kann diese auch auf den heimischen Computer synchronisieren.
Wir benötigen:
Dropbox-Account (Dropbox-Programm für Mac und Windows idealerweise installiert)
In ifttt einloggen und unser (oder ein gleichwertiges) Receipt im Browser öffnen
Bei “Missing ingredients” müssen wir unseren Instagram- und Dropbox-Account aktivieren. Einfach jeweils auf Activate klicken und ifttt bei beiden Services erlauben.
Nun auf der Receipt-Seite ganz unten auf “create task” klicken.
Fertig.
Alle Fotos, die ihr ab sofort in euren Instagram-Account hochläd, werden automatisch in eure Dropbox in den Ordner “backup/instagram” und somit auch auf eurem Computer archiviert.
Ältere Fotos könnt ihr mit der folgenden Methode #2 archivieren. Auf Wunsch kann man auch erst alle bisherigen Fotos mit Methode #2 herunterladen und danach mit Methode #1 weiterfahren.
Das Exportieren mit Instaport.me ist ein gutes Stück einfacher als mit ifttt. Dafür muss man den Download-Prozess aber immer manuell einleiten. Im Gegensatz zur ifttt-Methode (#1) archiviert Instaport alle derzeit auf dem eigenen Account verfügbaren Fotos, prüft aber eben nicht selbstständig auf neue Fotos.
Anleitung:
Wir öffnen www.instaport.me, klicken auf “Sign in with Instagram” und authorisieren Instaport für den Zugriff auf Instagram.
Nun wählen wir die Form des Backups bzw. Downloads. In unserem Fall “Download .zip file“
Unter “Advanced Options” können wir nun noch spezielle Einstellungen vornehmen, müssen aber nicht.
Beispielsweise lässt sich definieren, dass nur Fotos eines bestimmten Zeitraumes exportiert werden sollen.
Nun klicken wir auf “Start Export” und warten ein paar Minuten (je nach Anzahl der Instagram-Fotos) und klicken anschließend auf “Download Photos“.
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