Abmahnung wegen Filesharing: Diese Schritte können euch helfen

Jonas Wekenborg

Hier was runtergeladen, da was gehostet: Eine Abmahnung wegen Filesharing flattert schneller ins Haus, als ihr gucken könnt. Sofern ihr zurecht betroffen seid, habt ihr ein Problem, aber was, wenn es sich hier um nichts anderes als ein Missverständnis handeln kann? Wir sagen euch, wie ihr vorgehen sollt, wenn die Abmahnung erst da ist.

Abmahnung wegen Filesharing: Diese Schritte können euch helfen

Wir halten jetzt an dieser Stelle keine Standpauke, dass ihr euch die Abmahnung vermutlich verdient habt, stattdessen geben wir euch einige gute Tipps, wie ihr das Strafmaß ein wenig abmildern könnt und eventuell sogar Abmahnkosten drücken könnt.

Abmahnung wegen Filesharing: Das könnt ihr tun

1. Abmahnung oder Fake

Bevor ihr irgendwelche voreiligen Schritte einleitet, sollte zuerst abgeklärt werden, ob es sich bei der Abmahnung um eine echte handelt oder doch eher in Richtung Abzock-Fake geht. Habt ihr die Abmahnung als E-Mail erhalten? Unseriös. Echte Abmahnungen landen in eurem Briefkasten, so richtig auf Papier.

Welchen Adressaten hat der Mahnende angegeben? Eine ausländische Adresse, ein Postfach oder nur eine Handynummer stammen selten von einer Anwaltskanzlei, die euch wegen Filesharings abmahnen wollen. Am besten noch schnell googlen, wer euch da überhaupt angeschrieben hat und ob die Vorwürfe, die euch zu Lasten gelegt werden auch Hand und Fuß haben. Falls nicht, dann könnt ihr das Anschreiben eigentlich als nichtig betrachten.

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2. Wer haftet für wen?

Ihr habt euch noch nie mit diesem Filesharing beschäftigt, aber vielleicht weiß euer minderjähriger Sohn oder Tochter ja irgendetwas darüber. Grundsätzlich gilt, dass der Anschlussinhaber für die eintreffende Abmahnung geradestehen muss. Hat also ein minderjähriges Familienmitglied aus eurem Haushalt widerrechtlich urheberrechtlich geschützte Daten wie Fotos, Filme oder Musik online gestellt, werdet ihr zur Kasse gebeten.

Anders soll laut dem Beschluß des Bundesgerichtshofs von 2012 die Rechtslage aussehen, wenn ihr eure Kinder rechtzeitig (also vor dem Eintreffen der Abmahnung) davor gewarnt habt und ein Verbot ausgesprochen habt, urheberrechtliche Daten online zu stellen. Doch wer kann das schon nachweisen?

3. Inhalte sofort offline nehmen

Sofern ihr nicht zu denen gehört, die ganze Gigabytes an Daten im Netz tauschen, solltet ihr die betreffenden Inhalte und am besten auch alle anderen unrechtmäßig hochgestellten Daten sofort entfernen. Lasst nicht zu viel Zeit verstreichen, denn Zeit ist im Falle einer Abmahnung wegen Filesharings bares Geld: Anwaltskosten, Mahngebühren und einstweilige Verfügungen trägt nicht Vater Staat, sondern ihr.

 

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