Lokalisierung in iOS 11: Das bedeuten die Pfeile, das ändert sich

Sebastian Trepesch
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Mit iOS 11 und watchOS 4 passt Apple die Ortungseinstellungen an. Was sich ändert und wie die Lokalisierungs-Pfeile in iOS 11 zu verstehen sind, hier in der Zusammenfassung.

Lokalisierung in iOS 11: Das bedeuten die Pfeile, das ändert sich

Ortungsfunktionen und Privatsphäre – ein Spagat, den Apple zukünftig noch etwas differenzierter in Angriff nimmt. Schon in den Privatsphäre-Einstellungen von iOS 10 gibt es drei unterschiedliche Freigaben, wann Apps von diversen Entwicklern auf die Ortungsdaten zugreifen dürfen:

  1. Nie
  2. Bei Verwenden der App: Hier bekommt die App nur die Ortungsdaten, wenn sie gerade in Verwendung ist.
  3. Immer: Die App darf ständig auf die Ortung zugreifen und bekommt von der iOS-Schnittstelle unter anderem Änderungen des Standorts sowie Aufenthaltsorte mitgeteilt.

„Bei Verwenden“ ist laut Apple bei den Nutzern sehr beliebt – fast 80 Prozent wählen für Apps diese Option. Doch nicht jede Anwendung bietet das aktuell an. Mit iOS 11 zwingt Apple Entwickler nun dazu, diese Wahlmöglichkeit in den Privatsphäreeinstellungen anzuzeigen. Apple empfiehlt den Anbietern zudem, den Nutzern ihrer App zu erklären, welche Funktionen von den Einstellungen abhängen. Apple-Watch-Besitzer werden diese Einstellungen für ihre Uhr-Apps übrigens direkt auf ihrer Smartwatch vornehmen können, statt wie bisher nur auf dem iPhone.

iOS unterscheidet neben der durchgehenden Lokalisierung per GPS (für Navigation etc.) zwischen

  • der Übermittlung lediglich von Ortswechseln (zum Beispiel das Verlassen des Hauses oder Ankommen an einem Ziel) und
  • der Übermittlung der groben Position bei Fortbewegung, weit weniger genau als GPS, dafür wesentlich energieeffizienter (zum Beispiel zur Anzeige für Umgebungsinfos während eines Spaziergangs).

Die bisherige Darstellung in iOS 10 stellte die unterschiedlich genauen Zugriffe nach Ansicht Apples nicht differenziert genug dar und warf zum Beispiel die genaue Ortung und die Änderung der Position in einen Topf. Deshalb wird dies in iOS 11 etwas differenzierter. Greift eine App auf die Ortsdaten zu, stellt das kommende Betriebssystem dies in der Statusleiste neben dem Batteriesymbol und in den Einstellungen wie folgt an:

  • Leerer Pfeil: Die App fragt Ortungsdaten an.
  • Ausgefüllter Pfeil: Die App bekommt Ortsdaten vom System übermittelt – er erscheint eventuell nur für ein paar Sekunden, bis wieder der leere Pfeil dargestellt wird.
  • Blaue Statusleiste: Eine durchgehende Ortung läuft, zum Beispiel für die Navigation.

Zusammengefasst bedeuten die Pfeile: Je deutlicher sie dargestellt werden, desto mehr Ortsdaten werden an eine App übermittelt.  Der Unterschied klingt marginal, doch das System wird hiermit den unterschiedlichen Datenzugriffen gerecht. Um welche Anwendung(en) es sich handelt, ist in den iOS-Einstellungen -> Privatsphäre -> Datenschutz -> Ortungsdienste zu erkennen.

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Vorwärtsbewegung für die korrekte Darstellung

Besonders für Navigations-Apps wichtig: Mit iOS 11 optimiert Apple einen weiteren Aspekt der Schnittstelle für die Ortung, nämlich die Geräteausrichtung. Zum Beispiel im Auto ist das iPhone oft nicht genau in der Ausrichtung des Fahrzeugs positioniert. iOS 11 arbeitet für die korrekte Darstellung mit einem neuen Trick: Der Kurs, also die Vorwärtsbewegung, wird mit berücksichtigt.

Indoor-Lokalisierung verbessert

Bereits auf der Keynote angesprochen hat Apple die verbesserte Indoor-Lokalisation. Die Verfügbarkeit hat Apple erweitert, die Karten-App zeigt nun für einige Gebäude Etagen-Pläne an. Die Entwickler konnten laut Anbieter die Genauigkeit und Schnelligkeit unter anderem für die Erkennung eines Stockwerks verbessern.

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