Apple-Karten: Store-Mitarbeiter sollen helfen – Jobs wollte Google-Maps-Alternative

Apple will die heftig kritisierte Karten-App im iOS 6 so schnell wie möglich verbessern – und setzt dafür auch auf die Mitarbeiter der eigenen Retail Stores: Diese sollen das Kartenmaterial in ihrer jeweiligen Umgebung überprüfen. Derweil wurde bekannt, dass Steve Jobs das Karten-Projekt selbst einst vorangetrieben hat.

Apple-Karten: Store-Mitarbeiter sollen helfen – Jobs wollte Google-Maps-Alternative


Apple-Store-Mitarbeiter sollen helfen

Sowohl Mac Rumors als auch ifoAppleStore berichten, dass Apple Zwecks Optimierung der eigenen Karten auf die Hilfe der Mitarbeiter der eigenen Retail Stores setzt. Laut Mac Rumors sollen sich die Mitarbeiter einzelner Stores 40 Stunden pro Woche um die Karten-App kümmern, wobei sich diese Zeit auf mehrere Mitarbeiter verteile. Laut ifoAppleStore können sich die Mitarbeiter freiwillig dazu bereit erklären.

Wie genau die Store-Mitarbeiter die Karten-App überprüfen sollen, ist nicht bekannt – denkbar ist ein Vergleich des Materials mit dem von Google Maps, es könnte sich aber auch um ein aufwendigeres Verfahren handeln. Offenbar sollen die Mitarbeiter aber nicht die Standard-Feedback-Funktion der iOS-App benutzen, sondern Fehler über ein eigens für sie eingerichtetes Portal melden.

Der Einsatz der Store-Mitarbeiter ergibt durchaus Sinn – immerhin ist es so unkompliziert, Angestellte an möglichst vielen Orten einzusetzen. Die Apple-Store-Dichte ist vor allem in den USA sehr hoch, so dass sich die Karten auf diese Wege vor allem in Apples Heimatland verbessern dürften.

Steve Jobs forcierte Abschied von Google Maps

Derweil berichtet Bloomberg Businessweek, dass der letztes Jahr verstorbene frühere Apple-CEO Steve Jobs die Entscheidung traf, Google Maps bald aus dem iOS zu entfernen. Jobs habe Google wegen der Konkurrenz durch Android, das er als “gestohlenes Produkt” betrachtete, “gehasst” und wollte so viele Verbindungen wie möglich zu dem Unternehmen kappen. Der Apple-Mitgründer habe sogar Google als Standard-Suchmaschine aus dem eigenen Mobil-Betriebssystem entfernen wollen, habe aber eingesehen, dass das unrealistisch ist.

Jobs habe den iOS-Chef Scott Forstall, der zuletzt wegen des Karten-Dilemmas in Kritik geraten war, mit dem Projekt einer eigenen Google-Maps-Alternative beauftragt. Forstall habe dann ein “geheimes Team im dritten Stock des Gebäude 2 des Apple-Campus” eingesetzt, das sich um das Projekt kümmerte.

Ob Jobs das Apple-Kartenmaterial dieses Jahr für gut genug befunden hätte, um es bereits ins iOS 6 zu integrieren, ist reine Spekulation. Angesichts der Aversion gegen Google ist es aber wahrscheinlich, dass Jobs die bisherige Google-Maps-App so schnell wie möglich aus dem eigenen Betriebssystem entfernen wollte.

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