Datenschutz: 18,6% aller iOS-Apps sollen ungefragt auf Adressbuch zugreifen

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Einem Bericht des Antiviren-Herstellers Bitdefender zufolge greifen 18,6 % aller iOS-Applikationen unerlaubt auf das iOS-Adressbuch zu. Ab iOS 6 integriert Apple spezielle Datenschutz-Einstellungen, um unter anderem auch das Adressbuch vor unerlaubtem Zugriff durch Apps zu schützen.

Datenschutz: 18,6% aller iOS-Apps sollen ungefragt auf Adressbuch zugreifen

Zunächst sollte man sich vielleicht fragen, woher Bitdefender überhaupt die für diesen Bericht (via COM) benötigten Informationen haben will. Denn selbst wenn es Antiviren-Software für iOS geben würde, könnte sie das System nicht im Hintergrund überwachen und somit auch das Verhalten von Apps sowie deren Zugriff auf das Adressbuch nicht protokollieren. Dementsprechend skeptisch sollte man der Meldung von Bitdefender auch gegenüberstehen.

Nichtsdestotrotz ist das Fehlen eines Adressbuchschutzes unter allen bisherigen iOS-Versionen ein großes Problem, welches erst unter iOS 6 gelöst wird.

Laut Bitdefender greifen 18,6% aller iOS-Applikationen unerlaubt auf die Daten im Adressbuch des Nutzers zu. Dies entspreche 65.000 Apps, die den User nicht über deren Zugriff auf das Adressbuch informieren oder gar den User um Erlaubnis hierfür fragen.

Laut Bitdefender sollen weitere 41% aller iOS-Apps unerlaubt die Position des Users abfragen und speichern. Wie dies aber nun genau funktionieren soll, besonders da es auch unter iOS 5 gut ersichtlich ist, welche Applikationen wann auf die Ortungsdaten zugreift, bleibt fraglich.

Wiederum 57,5% dieser Apps verschlüsseln diese gesammelten Daten nicht, was jetzt aber nicht bedeutet, dass jeder auf diese Daten Zugriff hat. Immerhin befinden sich diesen Daten innerhalb von iOS. Bei einem gejailbreakten Gerät sieht die ganze Situation natürlich gleich anders aus.

Mit iOS 6 werden glücklicherweise weitreichende Datenschutz-Einstellungen Einzug halten. So lässt sich unter iOS 6 genau definieren, welche Applikation Zugriff auf

  • die Ortungsdienste
  • das Adressbuch
  • den Kalender
  • die Erinnerungen
  • und die Fotos
haben darf. Möchte eine App unter iOS 6 auf das Adressbuch zugreifen, informiert das Betriebssystem den Nutzer mittels Popup (wie von den Ortungsdiensten bekannt) und ermöglicht es dem User sogleich auch, den Zugriff zu erlauben oder zu verweigern.
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