Erstes iPhone sollte ohne Karten auskommen

Thomas Konrad
4

Am Rande der Diskussion um Apples neue Karten, hat die New York Times eine interessante Geschichte ausgegraben: Das erste iPhone sollte ursprünglich ohne eine Karten-Applikation auskommen. Erst wenige Wochen vor der Präsentation gab Steve Jobs eine solche App in Auftrag.

Erstes iPhone sollte ohne Karten auskommen

Ein ehemaliger Apple Mitarbeiter berichtet von der Zeit vor der Präsentation des Geräts im Januar 2007: Zwei Ingenieure haben innerhalb von drei Wochen eine Maps-Applikation erstellt, die Steve Jobs für seine Keynote nutzen konnte. Jobs wollte damit die Fähigkeiten des Touchscreens unter Beweis stellen. Apples Führungsriege sei in der Folge überrascht gewesen, wie populär die Funktion unter Nutzern ist.

2009 habe sich Jobs dafür entschieden, an einer eigenen Lösung für Karten zu arbeiten. Apple übernahm dafür zunächst die Firma Placebase, später kamen zwei Unternehmen im Bereich der 3D-Karten hinzu. Grund für Jobs’ Entscheidung war die Tatsache, dass Google der Konkurrenz nicht alle Maps-Funktionen zur Vefügung stellen wollte: darunter die durch Sprache unterstütze Turn-by-Turn-Navigation, die Apple mit iOS 6 einführt.

Google wusste zwar, dass man in Cupertino langfristig an einem eigenen Karten-Dienst arbeite. Dass das Unternehmen bereits dieses Jahr damit an die Öffentlichkeit geht, hätte man allerdings nicht vermutet. Die New York Times beruft sich auf Aussagen mehrerer namentlich nicht genannter Personen, die mit den Verhandlungsinhalten vertraut sind.

Noch etwa ein Jahr lang gilt der Vetrag zwischen beiden Unternehmen, der Apple zur Nutzung von Google Maps befähigen würde.

Weitere Themen: goto fail - CVE-2014-1266: Die SSL-Schwachstelle in OS X und iOS

Neue Artikel von GIGA APPLE

GIGA Marktplatz