iOS-6-Karten: Google-Maps-Deal lief noch ein Jahr – Wozniak spricht über eigene Erfahrung

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Apples Karten-App wirkt unausgegoren – so, als hätte Apple sie unter Zeitdruck ins iOS integrieren müssen. Offenbar lief Apples Deal mit Google aber noch für ein Jahr, so dass Google Maps ohne Weiteres auch Teil des iOS 6 hätten sein können. Derweil hat sich auch Apples Mitgründer Steve Wozniak zu dem Thema geäußert.

iOS-6-Karten: Google-Maps-Deal lief noch ein Jahr – Wozniak spricht über eigene Erfahrung

Apple hätte sich bis iOS 7 Zeit lassen können

Erst letztes Jahr hatte Apple seinen Deal mit Google für die Integration von Google Maps ins iOS erneuert. Nach Informationen von The Verge galt dieses Abkommen nicht nur für ein Jahr – und somit eine weitere iOS-Version -, sondern für zwei: Apple hätte die Google-Maps-App unverändert im iOS 6 belassen können und sich mit der eigenen Karten-App bis zum iOS 7 Zeit lassen können.

Bis dahin hätte Apple die eigene Lösung noch verbessern können. Angesichts dessen, dass Apple eigentlich bekannt dafür ist, Produkte erst dann zu veröffentlichen, wenn sie den eigenen hohen Qualitätsanforderungen entsprechen, ist die frühe Veröffentlichung der Karten-App vor diesem Hintergrund besonders verwunderlich.

Zwar soll es Unstimmigkeiten zwischen Apple und Google gegeben haben – Google wollte ein umfangreicheres Branding und Integration eigener Features wie Latitude, Apple befürchtete, durch eine fehlende Navigations-Funktion hinter Android-Geräte zurückzufallen. Dass dadurch ein neuer Maps-Vertrag unwahrscheinlicher wurde, hätte aber auf das iOS 6 keine Auswirkungen haben müssen. Google selbst soll von der Entfernung der eigenen App aus dem iOS überrascht worden sein, weshalb auch noch keine separate Google-Maps-App bereitstehen dürfte.

Steve Wozniak relativiert Kritik

Derweil hat sich auch Steve Wozniak zu Apples Karten-App geäußert. Auch er zeigt sich “enttäuscht” über die Probleme der App – er selbst habe die Navigations-Funktion in Verbindung mit Siri ausprobiert, was nicht vernünftig funktioniert habe. Ganz anders sei das bei seinen Android-Smartphones, die ihn sehr gut verstehen. Von Siri ist “Woz” ohnehin nicht so begeistert: Im Juni erklärte er, dass das Feature vor der Übernahme durch Apple besser gewesen sei.

Allerdings will er sich bezüglich vieler anderer Punkte der Kritik nicht ohne Weiteres anschließen: Er habe zwar davon gehört, sei sich aber nicht sicher, ob diese Aspekte wirklich so schwerwiegend sind. Kunden beklagen sich unter anderem über falsche Positionsdaten oder unvollständige Karten.

Wozniak erinnert sich an die “Antennagate”-Geschichte um das iPhone 4: Die Empfangsprobleme, die auftreten konnten, wenn der Benutzer das Gerät an bestimmten Stellen berührte, seien im Alltag deutlich weniger schlimm gewesen, als es die öffentliche Wahrnehmung suggerierte. “Oft gibt es viele Beschwerden wegen eines kleinen Dings, das den Leuten auffällt, aber es ist dann nicht so schwer, damit zurechtzukommen”, so der Apple-Mitgründer, der heute nicht mehr für das Unternehmen tätig ist.

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Weitere Themen: Steve Wozniak, Google Earth, goto fail – CVE-2014-1266: Die SSL-Schwachstelle in OS X und iOS, Google


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