iOS-6-Karten: Offline sehr leistungsfähig

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Apple muss sich für die Karten-App im iOS 6 viel Kritik anhören. Dabei bietet die App einen Vorteil, den Apple selbst bisher kaum beworben hat: Durch den Einsatz von Vektorgrafiken ist sie auch ohne Internetverbindung sehr nützlich – und leistet offline mehr als Google Maps für Android.

iOS-6-Karten: Offline sehr leistungsfähig

AppleInsider hat sich die Offline-Leistung der iOS-6-Karten genauer angesehen. Im Vergleich zur ins iOS 5 integrierten Google-Maps-App ist die Verbesserung dramatisch – während sich mit der alten Karten-App offline lediglich ein paar Kilometer Umgebung in wenigen Zoom-Stufen ansehen ließen, ist die Leistungsfähigkeit der iOS-6-App in diesem Bereich deutlich größer.

Das liegt vor allem daran, dass die iOS-5-App mit Bitmaps arbeitet, die Karten also als Bilder lädt. Besteht keine Internetverbindung, kann die App nur die Bilder anzeigen, die sie zuvor in einen Cache geladen hat. Und das sind eben nur die in der näheren Umgebung. Die iOS-6-App arbeitet wiederum mit Vektordaten, anhand derer sie die Karten generiert – was sie ohne Internetverbindung deutlich flexibler macht.

Wer die iOS-6-App nun ohne Internetverbindung benutzt, sieht nicht nur die unmittelbare Umgebung. Wer weiter heraus zoomt, kann sich auch in einem sehr großen Umkreis immerhin noch größere Hauptstraßen wie Atobahnen anzeigen lassen – das ging im AppleInsider-Test in ganz Kalifornien. Auch bei einem noch weiteren Herauszoomen lassen sich immerhin noch Landesgrenzen und die Position wichtiger Städte anzeigen – und zwar des ganzen Globus.

Wer dann woanders wieder hereinzoomt, wird selbst dort genauere Details sehen können – allerdings nur an bestimmten Orten; AppleInsider konnte sich bei dem Test in Kalifornien beispielsweise Straßen in Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah genauer ansehen, ohne diesen Ort vorher aufgerufen zu haben. In einer niedrigen Auflösung lagen sogar Satellitenbilder vor, dank des Einsatzes von Vektorgrafik funktionierte das Ganze auch in der 3D-Ansicht.

Auch die Google-Maps-App für Android setzt auf Vektorgrafiken, allerdings ließen sich im AppleInsider-Test bei weitem nicht so gute Ergebnisse erzielen wie mit der iOS-6-App: Zoomt der Benutzer so weit heraus, dass er sich ein Gebiet in der Größe Kaliforniens anzeigen will, bleiben bereits große Flächen grau. Google Maps für Android ermöglicht es allerdings, bestimmte Orte zuvor für den Offline-Gebrauch herunterzuladen. Zumindest für das Navigieren über Hauptstraßen ist das bei der iOS-6-App aber in vielen Fällen gar nicht nötig.

Der Test zeigt, dass Apples neue Karten-App durchaus großes Potential besitzt. Das Unternehmen sollte sich allerdings bemühen, die Genauigkeit der Apps schnell zu verbessern. Dann könnte die App eines Tages auch in der Gesamtschau deutlich besser sein, als es ihr Vorgänger war.

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Weitere Themen: goto fail – CVE-2014-1266: Die SSL-Schwachstelle in OS X und iOS


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