iOS 7-Gerüchte sind falsch, und Stützräder kommen ab, sagt Gruber

Sebastian Trepesch
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Alles falsch, was da an Infos über iOS 7 „herauskam“, glaubt John Gruber. Er geht dennoch davon aus, dass sich einiges an der iPhone-Bedienoberfläche ändern wird, und erinnert an die Worte von Steve Jobs zum Thema Design.

iOS 7-Gerüchte sind falsch, und Stützräder kommen ab, sagt Gruber

John Gruber ist ein IT-Blogger, der sich in der Apple-Szene gut auskennt – sehr gut. Das betrifft nicht nur Wissen über Geschäftsmethoden und dergleichen, sondern auch Informationen zu zukünftigen Produkten. Natürlich weiß auch er nicht alles, was im Hause Apple alles so abläuft.

In seinem neuesten Blogeintrag auf Daring Fireball freut er sich darüber, dass Tim Cook das Versprechen einhalten konnte, die Geheimhaltung für zukünftige Produkte deutlich anzuheben. „Keiner außerhalb von Apple scheint eine Idee zu haben, was Apple vorstellen wird“, so Gruber mit Blick auf die Keynote der WWDC heute Abend. Natürlich wissen wir, dass Jony Ive die Verantwortung des Designs von iOS und OS X auf sich genommen hat (siehe auch „iOS 7: Warum wir eine neue Bedienoberfläche bekommen, und warum das gut ist“). Wir können sicher sein, dass die Softwareabteilung uns zeigen will, was sie die letzte Zeit getrieben hat. „Aber keiner scheint zu wissen, was das ist“, wiederholt Gruber.

In einem Podcast wird er, zusammen mit seinem Gast John Moltz, sogar noch deutlicher: Die Leaks zur Präsentation seien falsch.

Gruber erinnert an die Philosophie von Steve Jobs: Design ist Funktionalität, nicht nur, wie etwas ausschaut. Letzteres glauben allerdings viele Leute. „Was auch immer sich in iOS 7 geändert hat, hat sich für einen anderen Grund als ‚Fashion' geändert“, zieht Gruber das Fazit.

Das erste iPhone schaffte dem Nutzer eine neue (Computer-)Erfahrung – was andererseits Apple dazu zwang, „Stützräder“ in seinem Betriebssystem anzubringen, also Hilfen, die der Nutzer leicht versteht. Als Beispiel nennt der Blogger die iOS-Buttons, die eben stark wie Buttons aussehen. Eine angenehme Art der Computernutzung, dieses Anliegen nahm sich das iPhone 2007 vor. Nun sei es an der Zeit, ein neues Problem anzugehen.

Allerdings: John Gruber lässt dabei unter den Tisch fallen, dass sich Apple seit wenigen Jahren verstärkt um die Computereinsteiger wirbt, und die Produkte möglichst intuitiv bedienbar gestaltet. Ein „Betriebssystem für Fortgeschrittene“ – so könnte man seine Aussage (falsch) verstehen – müssen wir also nicht befürchten. Zudem scheint er keinen wirklichen Gegenbeweis zu den Gerüchten der letzten Zeit zu haben (teilweise entsprechen sie sogar seiner Ansicht).

Heute Abend, 19.00 Uhr, wird Apple die Katze aus dem Sack lassen. GIGA berichtet in einem Liveticker von iOS 7, OS X und allen anderen Sachen, die Apple bis dahin geheim halten konnte. Und dann werden wir auch sehen, wer alles Recht mit seinen Vermutungen zu iOS 7 hatte, und wer nicht.

Weitere Themen: goto fail - CVE-2014-1266: Die SSL-Schwachstelle in OS X und iOS, Apple

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