Sprite Kit: Apple macht 2D-Spiele-Entwicklern das Leben leichter

Florian Matthey
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Apple möchte seine Produkte offenbar noch interessanter für Spieler machen: iOS und OS X sollen eigene Spiele-Controller bekommen, fürs die Betriebssysteme gibt es jetzt mit Sprite Kit ein neues Entwickler-Tool für 2D-Spiele.

Sprite Kit: Apple macht 2D-Spiele-Entwicklern das Leben leichter

iPhone, iPad und vor allem auch der iPod touch sind in den letzten Jahren zu einer großen Konkurrenz für herkömmliche Handheld-Videospielekonsolen wie Sonys PSP oder Nintendos DS geworden. Apple hat diesen Trend erkannt und kümmert sich verstärkt um Spiele-Fans und -Entwickler: Seit dem iOS 4.1 gibt es mit Game Center eine eigene Spiele-Plattform im iOS, in naher Zukunft sollen die erwähnten “Made for iPod/iPhone/iPad”-Spiele-Controller kommen.

Doch nicht nur bei der Bedienung können sich Entwickler über eine standardisierte Lösung freuen: Mit dem Sprite Kit soll das Erstellen von 2D-Spielen deutlich einfach werden. AppleInsider hat sich das neue Entwickler-Framework genauer angesehen und die Vorteile gegenüber bisherigen Lösungen hervorgehoben.

Sprite Kit erlaubt es Entwicklern, “Sprites”, also animierte zweidimensionale Elemente wie die Spiel-Figuren in einem Jump’n’Run einfacher als bisher in Spiele zu integrieren. Entwickler müssen sich dank des Frameworks nicht um die GPU-Programmierung für die Programmierschnittstelle OpenGL kümmern, was bisher vor allem für kleinere, unabhängige Entwickler eine große Herausforderung darstellte.

Das Apple-Angebot ist zwar nicht das erste seiner Art – Entwickler konnten bisher schon auf das Framework Cocos2D zurückgreifen. Dass das Sprite Kit von Apple selbst kommt, bietet aber Vorteile: Wer Spiele mit Hilfe des Frameworks entwickelt, kann sich dank einer engen Integration in Apples weitere Entwicklertools und ins Betriebssystem in einem größeren Maße auf Kompatibilität zu zukünftigen iOS-Versionen verlassen.

Durch das Framework ist es auch leichter möglich, Spiele fürs OS X zu portieren – zugegebenermaßen aber eben nicht für Nicht-Apple-Plattformen. Dafür sollte es aber auch ein Leichtes sein, die Spiele auf den Fernseher zu bringen, wenn Apple denn eines Tages Apps fürs Apple TV oder einen eigenen Fernseher erlauben sollte. Angesichts dessen, wie wichtig Spiele für Apple mittlerweile geworden sind, erscheint Letzteres immer wahrscheinlicher.

Weitere Themen: goto fail - CVE-2014-1266: Die SSL-Schwachstelle in OS X und iOS, Apple

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