iOS vs. Android: Wer gewinnt das Zahlenduell?

Die Überschrift suggeriert, dass wir eine Antwort haben — haben wir aber nicht. Statt dessen gibt es einen Überblick über aktuelle Kennzahlen aus dem Wettstreit der beiden größten Smartphone-Plattformen. Fein säuberlich getrennt und übersichtlich präsentiert.

iOS vs. Android: Wer gewinnt das Zahlenduell?

Harry McCracken hat sich für das Time-Magazin die Mühe gemacht, einige wichtige Zahlen und Statistiken zum Thema „iOS vs. Android“ zu sammeln und zu ordnen.

Dabei unterlässt er jede Interpretation der Daten, schaut nicht in die Vergangenheit oder in die Zukunft — es ist eine reine Momentaufnahme des Standes der Dinge. Sicherlich, welche Entwicklung zu diesem Stand geführt hat, kann interessant sein, war aber nicht Teil seiner Beobachtung. Außerdem bleiben alle anderen Plattformen außen vor.

McCracken beginnt mit den Verkaufszahlen der beiden Plattformen. In den USA liegt Android dabei gut vor iOS. Sowohl Kantar als auch Comscore stimmen hier in ihren Ergebnissen überein.

Betrachtet man weltweite Nutzungsstatistiken, ist der Vorsprung sogar noch deutlicher. Hier liegt Android mit 70,1 Prozent meilenweit vor iOS mit nur 21 Prozent Anteil. Was die Tablet-Computer angeht, habe besonders Android-Tablets im 7-Zoll-Format für einen weiteren Rückgang von Apples Anteil am Markt gesorgt habe. Im Jahr 2012 lagen die Werte bei 42,7 (Android), beziehungsweise 53,8 Prozent (Apple).

Bei der Frage, welche Unternehmen die meisten Smartphones verkaufen, lautet die Antwort klar: Samsung. Rang zwei geht an Apple, übermäßig knapp ist es aber nicht. Schaut man nicht nur auf Smartphones und konzentriert den Blick auf den US-Markt, liegt Apple mit 34 Prozent kurz vor Samsung mit 32,3 Prozent.

Natürlich geht es am Ende immer ums Geld. Wer verdient also am besten mit dem Smartphone-Verkauf? Nach wie vor lautet hier die Antwort eindeutig: Apple. Mit Abstand. Nach Samsung verlieren die Hersteller sogar, weswegen die summierten Profite im vierten Quartal 2012 sogar mehr als 100 Prozent ergeben.

Eine weitere wichtige Größe betrifft das Ökosystem: Die meisten Apps hat: Android. Und iOS. Sowohl Apple als auch Google brüsten sich derzeit mit mehr als 800.000 Apps in ihren jeweiligen Stores. Allerdings dürften die für Tablets optimierten Anwendungen im iTunes Store in der Überzahl sein, verglichen mit denen im Play Store. Google veröffentliche diesen Wert bislang nicht, mit gutem Grund, darf man meinen.

Es gibt sogar eine Statistik zur Qualität der Apps, obwohl das auf beiden Plattformen nicht nur stark schwankt, sondern natürlich auch vom individuellen Empfinden abhängt. Kein Wunder also, dass es hier keine wahrlich überwältigenden Erkenntnisse gibt. Mit geringem und daher kaum aussagekräftigen Abstand liegt iOS hier vorne.

Interessanter ist es schon, sich die Verkaufszahlen der Apps zu betrachten. Der Unterschied von 11 Prozentpunkten zwischen Android (51 Prozent) und iOS (40 Prozent) scheint klein. Doch die Umsatzzahlen sprechen eine deutliche Sprache. Von den Gesamteinnahmen im 1. Quartal 2013 schnappte Apple sich satte 74 Prozent. Android musste sich trotz mehr App-Verkehr mit 20 Prozent zufrieden geben.

Auch die Anteile am Surfverkehr je Plattform vermögen eine Aussage darüber zu treffen, welche Geräte mit Vorliebe genutzt werden. Wieder ein Sieg für iOS — 61,4 Prozent gegen Androids 24,3 Prozent. Jedenfalls in einer Statistik von NetMarketShare. StatCounter sieht das völlig anders, denn hier schlägt Android mit 37,2 Prozent iOS mit 27,1 Prozent.

Immer relevanter auch der Einsatz im Unternehmen. Aufgrund verbreiteter Sicherheitsbedenken hat sich Android hier zwar bequem eingenistet, aber lange noch nicht durchgesetzt. iOS kann hier 62 Prozent verzeichnen, Googles System nur 35 Prozent. Alle Statistiken stammen aus unterschiedlichen Quellen und betreffen verschiedene Zeiträume. Sie lassen also nur eine recht vage Einschätzung der Lage zu. Dennoch bieten sie einen übersichtlichen Einblick in den vielschichtigen Wettbewerb auf dem Smartphonemarkt.

Die Schlussfolgerung: McCracken sieht Android mit der Nase vorn, wenn es um Marktanteile und verkaufte Geräte geht. Apple siegt indes im Finanzbereich. Die enormen Margen und Umsätze verschaffen dem Hersteller (noch) einen Vorteil. Das liege vor allem daran, dass sich der Markt nicht mehr so unmittelbar an Marktanteilen orientiert, wie noch vor 25 Jahren.

Dennoch sollte man diese Größe nicht unterschätzen, kann sie doch auf lange Sicht dafür sorgen, dass auch die größten Anteile am Umsatz schwinden.

Nach Betrachtung all dieser Zahlen bleibt die Frage: Wen haltet ihr für den Gesamtsieger im Wettbewerb iOS vs. Android?

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