Kartendienste in iPhoto: Apple verabschiedet sich von Google Maps (Update)


Bereits vor einigen Monaten wurde bekannt, dass Apple an einer eigenen Kartenlösung arbeitet. In iPhoto für iOS und OS X sehen wir jetzt die ersten Schritte, Googles Kartenlösungen aus dem iPhone und iPad zu verdrängen.

Aufgefallen war die Änderung der Karten Stephen Hackett von 512 Pixels (via The Next Web). Er weist auf die Akquisitionen Apples in den vergangenen Jahren hin. Schon im Jahr 2009 hatte Apple PlaceBase übernommen, im vergangenen Jahr kaufte man C3 Technologies.

Ein Blick in die Verbindungen, die Apples iPhoto-App macht, verschaffte schnell Klarheit, wie eigene Tests mit Hilfe vonmitmproxy ergaben. iPhoto für iOS lädt die Karten von einem Server, der unter Apples Flagge läuft.

iPhoto ruft dabei URLs wie diese von gsp2.apple.com auf, um Kacheln in der Größe von 256×256 Pixeln zu laden:

Woher Apple das Kartenmaterial hat, ist nicht sicher. Einige Nutzer berichteten, dass Apple auf OpenStreetMap zurückgreift, da sie ihre eigenen Änderungen am Kartenmaterial erkannt haben wollen.

Doch nicht nur iPhoto für iOS benutzt den hauseigenen Kartendienst. Auch iPhoto 9.2.2 greift beim Erstellen der Slideshows darauf zurück, wie Jonas K. via Twitter vermutete:

Ein Test mit dem Proxy bestätigte die Vermutung:

Eine eigene Weltkarte, basierend auf Apples Kartenmaterial, ist auf der Website von Dair Grant zu begutachten. Dort kann auch einfach zwischen verschiedenen Anbietern umgeschaltet werden:

Aktuell ist das jetzt verwendete Kartenmaterial (noch) nicht auf demselben Level wie Google Maps. Es ist also durchaus denkbar, dass Apple mit iPhoto vorerst nur kleinere Gehversuche macht, bevor man die Maps-App und die entsprechenden APIs in iOS mit der eigenen Lösung ersetzt. Der Wunsch zur Unabhängigkeit von Google lässt sich aber nicht verstecken.

Update:
Auf dem Blog von OpenStreetMap (via The Next Web) gibt es mittlerweile eine Stellungnahme bezüglich der von Apple benutzten Daten. Wie bereits vermutet benutzt Apple – außerhalb der USA – das Kartenmaterial des Dienstes. Die verwendeten Daten seien aus dem Jahr 2010. Das OpenStreetMap freut sich über die Nutzung wünscht sich aber, dass Apple die geforderte Nennung der Quelle nachholt.

Erst vor rund einer Woche konnte OpenStreetMap die Entwickler von FourSquare für den eigenen Dienst überzeugen. FourSquare nutzte zuvor ebenfalls Google Maps, setzt seit dem 29. Februar aber ebenfalls auf die Daten von OSM.

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