Gehackte iTunes-Konten zum Verkauf

Sebastian Trepesch
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In China werden angeblich Zugänge zu rund 50.000 gehackten iTunes-Konten verkauft. Schon in den vergangenen Monaten sollen tausende von Accounts verhökert worden sein, gibt ein Bericht der Global Times an.

Die 50.000 illegalen Konten stehen dem Artikel zufolge bei taobao.com, Chinas größtem Online-Shop. Die Preise betragen zwischen 1 und 200 chinesischen Renminbi, also bis gut 23 Euro. Sie entsprechen dem siebenfachen Wert der je Konto geladenen Apps, Musiktitel und Filme.

Die Zugänge werden “sicherheitshalber” nur für 24 Stunden dem Käufer freigeschaltet. Wie das technisch abläuft, steht nicht geschrieben. Ebenfalls ist nichts darüber bekannt, ob ein sicheres Passwort den richtigen Eigentümer halbwegs schützen könnte.

Mit dem Zugang zu einem fremden iTunes-Account lässt sich das Bankkonto des Eigentümers belasten, sollte er entsprechende Zahlungsdaten hinterlegt haben. Auf jeden Fall können jedoch die bereits gekauften Artikel ein weiteres Mal (kostenfrei für alle) heruntergeladen werden.

Ein Global Times-Reporter will es getestet haben: Fünf Dollar zahlte er einem Händler, der über das chinesische Portal die Zugänge verkauft. Daraufhin erhielt er einen Benutzernamen und ein Passwort. Bei dem Zugriff auf das Konto konnte er sich nicht nur die gekauften iTunes-Produkte, sondern auch Kreditkartendaten – in seinem Fall von einem Benutzer aus den USA – anzeigen lassen.

Das Portal belegt die Entdeckung zusätzlich mit den zahlreichen Einträgen in Apples Diskussionsforum zu gehackten iTunes-Konten.

Interessenten an günstigen iTunes-Schnäppchen* sollten von dem taobao-Angebot die Finger lassen: Helerei ist eine Straftat.

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