Google DNS bremst iTunes-Download

Sebastian Trepesch
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Wenn der Film-Stream aus iTunes trotz hoher Bandbreite sehr langsam läuft, könnte es an Google Public DNS liegen. Der Dienst des Suchmaschinenriesen – ein Webseitenverzeichnis für den Browser, der die Domain-Namen in die IP-Nummern übersetzt – will eigentlich das Gegenteil erreichen: Das WWW schneller machen.

Autor und Filmemacher Joe Maller schreibt in seinem Blog, dass ein Video aus iTunes über zwei Stunden laden wollte – trotz einer Internetverbindung, die 15 bis 20 Megabit pro Sekunde schaffen soll. Seine Nachforschungen erklärten Google DNS als den Schuldigen.

“Der iTunes-Store hat Tausende von Eingängen”, schreibt Maller. “Jeder, der Google DNS nutzt, versucht, durch die selbe Tür zu gelangen.”

Google will mit seinem Dienst das Gegenteil erreichen. Google Public DNS ist ein Domain Name System (DNS), eine Art Telefonbuch für Web-Browser, wie es der Spiegel bezeichnet. Es soll laut Entwickler eine schnelle und sichere Alternative zu den DNS-Systemen der Provider darstellen. Die Einstellungen nimmt der Mac-Nutzer in den Systemeinstellungen unter “Netzwerk” vor.

Egal, welchen Anbieter des Nadelöhrs man wählt, ohne geht es (fast) nicht. Doch schon die Vergangenheit lehrt, dass bei diversen Lade-Problemen ein manueller Wechsel des DNS-Servers hilfreich sein kann.

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