iTunes 10.4: Unter Lion jetzt eine 64-Bit-Cocoa-App

Florian Matthey
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Auf die gestrige Veröffentlichung von OS X Lion folgten zahlreiche weitere Apple-Updates. Allen voran iTunes, das in der neuen Version 10.4 unter Lion endlich zu einer 64-Bit-Cocoa-App geworden ist. Darüber hinaus unterstützt die Software den Vollbild-Modus des neuen Apple-Betriebssystems.

Apple weist die Benutzer in den Beschreibungen zum Update darauf hin, dass einige Plug-ins aufgrund des Wechsels zur 64-Bit-Cocoa-Struktur nicht mehr mit iTunes kompatibel sein könnten. Diesbezüglich sollten sich iTunes-Benutzer mit den Entwicklern des jeweiligen Plug-ins in Verbindung setzen. Im Rahmen des Wechsels zur 64-Bit-Architektur verspricht Apple einige Verbesserungen der Stabilität und Leistungsfähigkeit der Software, ohne jedoch weitere Details zu benennen.

Eine 64-Bit-Architektur bietet als größten Vorteil, dass einzelne Apps auf jeweils mehr als 4 Gigabyte Arbeitsspeicher zugreifen können. Seit Mac OS X 10.6 Snow Leopard arbeitet auch das Betriebssystem selbst mit 64-Bit. Cocoa ist Apples Programmierschnittstelle für Mac-OS-X-Anwendungen, ihr Vorgänger war die API Carbon. Letzteres ermöglichte die parallele Entwicklung von Anwendungen für Mac OS 9 (“Classic”) und Mac OS X, allerdings lassen sich Carbon-Apps eben nicht in eine 64-Bit-Architektur portieren. An die Carbon-Zeit erinnern auch zehn Jahre nach der Einführung von Mac OS X noch einige 32-Bit-Anwendungen – darunter bisher auch iTunes.

iTunes 10.4 ist 90,23 Megabyte groß und sowohl über die Softwareaktualisierung des Betriebssystems als auch Apples Website erhältlich. Mindestvoraussetzung ist mindestens 512 Megabyte Arbeitsspeicher und Mac OS X 10.5, allerdings scheint es sich nur in der Version für Lion um eine 64-Bit-Cocoa-Anwendung zu handeln. Dafür funktioniert die Software auch weiterhin auf PowerPC-G4- und G5-Rechnern.

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