iTunes-Konkurrent OVI Store: Große Reichweite, wenig Entwickler

Tizian Nemeth
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Der App-Absatz über Nokias OVI-Store funktioniert besser als über Apples App Store, wie der Entwickler der kostenlosen Foto-Anwendung Fizwoz* feststellen musste. “Ich hatte keine Ahnung über ihre Reichweite und Größe,” sagt Andy Sheldon, CEO von Fizwoz Inc, über Nokia.

Getreu dem firmeneigenen Motto, Menschen zu verbinden, hat der finnische Mobiltelefonhersteller Nokia sich mit App-Entwicklern auf einer Mobil-Konferenz in San Francisco zusammengesetzt und ihnen die Vorteile des OVI-Stores aufgezeigt.

Dazu gehört auch die Erfahrung die Andy Sheldon gesammelt hat. Er bietet seine Foto-App sowohl in Apples App Store als auch in Nokias OVI Store kostenlos an. Über Nokias Store haben Anwender die App in zwei Wochen rund 9000 Mal heruntergeladen, während es beim App Store 5000 Downloads sind. Auch in puncto Reichweite ist Sheldon begeistert: Fizwoz wurde für das Nokia N900 von Anwendern aus 90 unterschiedlichen Ländern heruntergeladen, während die App über iTunes vor allem in den USA heruntergeladen wird.

Nokia hat bereits bestätigt, man sei Apple und Google dicht auf den Fersen. Mit dem OVI Store wandelt Nokia seit rund einem Jahr auf Apples Spuren. In ihm bietet der Mobiltelefonhersteller Programme für Symbian-basierte Mobiltelefone an.

Beim Geschäftsmodell hat Nokia nachgebessert – allerdings zu Ungunsten der Entwickler. Die bekommen aktuell 60 Prozent vom Verkaufspreis, 40 Prozent behält der Betreiber. Zum Start hatten die Finnen noch bei Apple abgeschaut und eine 70-30-Verteilung angeboten.

Pluspunkt für Nokia ist allerdings der größere Marktanteil gegenüber der Konkurrenz. Gartner rechnet 2014 mit einem Anteil von 30,2 Prozent. Google soll demnach zweite Kraft mit 29,6 Prozent sein und Apple und Microsoft reihen sich dahinter ein.

Was Nokia allerdings die Aufholjagd im App-Markt nach einem verspäteten Start schwer machen wird, dass sind namhafte Entwickler wie PopCap. Diese wollen derzeit nicht für Nokias OVI Store produzieren. PopCap hat derzeit fünf Spiele in der Top-50-Liste der kostenpflichtigen iPhone-Apps und wird nach eigenen Angaben auch künftig vor allem Apples iOS, aber auch Googles Android und Microsofts Windows Phone 7 beliefern.

Bild: Mark Guim, “Nokia N900-2″. Some rights reserved. Flickr.

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