iTunes Match: Jeder Cloud-Download bringt Geld für Rechteinhaber

Florian Matthey
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Apples Cloud-Musik-Angebot iTunes Match hat nicht nur Freunde: Einige Kritiker meinen, dass Apple letztendlich raubkopierte Musik legitimiere. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt jedoch, dass sich das Angebot für Rechteinhaber lohnt: Für legale Musik werden sie doppelt, für illegale wenigstens überhaupt einmal bezahlt.

iTunes Match: Jeder Cloud-Download bringt Geld für Rechteinhaber

Apple behält, so ein Blog-Eintrag des TuneCore-Präsidents Jeff Price, ähnlich wie im iTunes Store und im App Store 30 Prozent des iTunes-Match-Umsatzes für sich, 70 Prozent gehen an die Rechteinhaber. 88 Prozent davon gehen wiederum ans Label, 12 Prozent an den Künstler. TuneCore ist ein Musik-Vertreiber, der Künstlern dabei hilft, Musik in Online-Portalen wie dem iTunes Store zu platzieren.

An welche Rechteinhaber Apple die verbleibenden 70 Prozent des Umsatzes verteilt entscheidet sich dadurch, welche Titel sich die Benutzer anhören. Dabei unterscheidet Apple nicht, ob es sich um einen mit iTunes Match abgeglichenen oder vom Benutzer hochgeladenen Titel handelt – hört er sich einen Titel an, geht Geld an den Rechteinhaber. Somit erhält dieser mittelbar erneut Geld vom Kunden, wenn dieser sich eine CD gekauft und in iTunes importiert hat – oder erstmals Geld, wenn es sich um eine Raubkopie handelt.

iTunes Match erlaubt es, die iTunes-Musikbibliothek mit Apples iTunes-Store-Katalog abzugleichen. Anschließend sind alle Titel auf allen Rechnern und allen iOS-Geräten des Benutzers verfügbar; sie lassen sich ad hoc von Apples Server herunterladen. Befindet sich ein Titel nicht im iTunes-Store-Katalog, kann der Benutzer diesen hochladen, so dass er dann ebenfalls über die “Cloud” erhältlich ist. Der Preis liegt bei 24,99 Euro im Jahr.

Weitere Themen: iTunes für Mac, Apple

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