iTunes-Rechtsstreit: Apple bittet um Klageabweisung

Flavio Trillo
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Apples Anwälte baten ein Gericht in San Jose, Kalifornien, einen seit Jahren andauernden Rechtsstreit zu beenden. Abweisen möge der Richter die Klage einiger iTunes-Anwender aus dem Jahr 2005. Seit sechs Jahren wehren sie sich gegen eine Software-Sperre des iPod, welche die Wiedergabe auf solche Dateien beschränkte, die aus dem iTunes Store stammten. Jetzt trägt Apple vor, dies sei ausschließlich zum Wohl der Kunden geschehen.

“iPods funktionieren Apples Ansicht nach besser, wenn die Konsumenten die iTunes Jukebox verwenden, anstatt Anwendungen von Drittanbietern, die möglicherweise Probleme bereiten könnten”, erläuterte Robert Mittelstaedt bei einer Anhörung. Der Anwalt machte Bloomberg zufolge geltend, man habe diese Entscheidung anhand von fast 60 Kundenbeschwerden getroffen, die über Probleme beim Download über den RealNetworks Store “Harmony” geklagt hatten.

Auf Nachfrage musste Mittelstaedt jedoch zugeben, dass nie wissenschaftlich überprüft wurde, ob der Grund für die Schwierigkeiten der Anwender tatsächlich beim Drittanbieter-Programm lagen. Nun, da der Vorfall lange zurück liegt und man keine Möglichkeit mehr habe, derartige Tests nachzuholen, werde die Verhandlung zu einem “Kampf der Experten” ausarten, stellte der zuständige Richter James Ware fest.

Steve Jobs sei nach Angaben der Klägeranwälte am 12. April zur Aufnahme seiner Aussage unter Eid erschienen. Dies hatte ein weiterer Richter im vergangenen März angeordnet. Genauere Details zum Verlauf oder Inhalt der Befragung wurden nicht genannt.

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