Schadensersatzklage erfolgreich: Ortsdaten-Speicherung in Südkorea geahndet

Flavio Trillo

In den Medien wurde der Titel “Locationgate” für den Skandal rund um die gespeicherten Positionsdaten auf Apples iPhone gängig – in Anlehnung an die Affaire um Richard Nixon namens “Watergate”. Während Nixon jedoch nur sein Amt als Präsident der USA aufgeben musste, zahlt Apple jetzt in Korea Schadensersatz.

Von einem Bezirksgericht in Changwon, Südkorea wurde der Computer-Konzern kürzlich dazu verurteilt, 1 Million koreanische Won (etwa 664 Euro) zu zahlen. Der 36-jährige iPhone-Besitzer und Rechtsanwalt Kim Hyung-suk klagte wegen Verletzung seiner Persönlichkeitssphäre, wie heise.de mit Hinweis auf eine koreanische Agenturmeldung berichtet.

Die beiden Wissenschaftler Alasdair Allan und Pete Warden entdeckten im April dieses Jahres eine Datei auf dem iPhone, die Positionsdaten des Besitzers enthielt und mit iTunes synchronisiert wird. Darauf brach ein Sturm der Entrüstung auf Apple los und das Unternehmen musste sich mehrfach öffentlich rechtfertigen. Auch einige Klagen wurden eingereicht.

Diese richteten sich jedoch auf die Einstellung der Datenspeicherung, nicht auf Schadensersatz. Anders in Korea, wo betroffene Konsumenten in Seoul im Wege einer Sammelklage gegen den Hersteller vorgegangen seien. Angeblich habe Apple die Summe im Falle von Kim Hyung-suk ohne weitere Gegenwehr ausbezahlt. Möglicherweise ist dies ein Vorzeichen für den Ausgang der anderen anhängigen Klagen.

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