Tool für Zeitreisende

olemeiners

Ob für die Magisterarbeit am Historischen Seminar, den Geschäftsbericht oder ganz privat als Teil einer Hochzeitszeitung: Eine professionell gestaltete Zeitleiste mit Fotos und zusätzlichen Informationen veranschaulicht zeitliche Zusammenhänge und Abläufe. Und das elegant und mit wenigen Klicks: Bee Docs hat Timline 2.0 veröffentlicht, die 40-Dollar-Software greift auf die Datenbestände der iLife Programme zurück und ermöglicht ganz individuelle, multimediale Reisen durch die Zeit.

Es ist ein Nischen-Programm und trotz Version 2.0 auch noch mit einigen Problemen behaftet, aber Timeline schafft mit wenigen Klicks das, wozu ein Grafiker durchaus einige Minuten länger braucht: Eine anspruchsvolle Zeitleiste zu gestalten. Studenten und Professoren, Ausstellungskuratoren und private Anwender profitieren von der Einfachheit des Programms, wenn es darum geht, Stationen oder Epochen grafisch aufzubereiten und als Bild oder Bildschirmpräsentation auszugeben. Hersteller Bee Docs zeigt auf seiner Webseite einige Anwendungsmöglichkeiten, darunter auch die automatisch erstellte Zeitleiste von kürzlich wiedergegebenen Songs aus der eigenen iTunes Bibliothek – inklusive Albencover. Im Demo-Video zeigt der Macher, dass es weniger als eine Minute dauert, solch eine Grafik herzustellen.

Dabei greift Timeline auf vorgefertigte Vorlagen zurück und kann nicht bloß aus iTunes Daten abrufen, sondern auch aus iCal, dem Adressbuch und iPhoto Wer etwa als privater Häuslebauer den Fortschritt der eigenen vier Wände dokumentieren will, legt sich ein Album mit den ausdrucksstärksten Fotos an und ruft diese Zusammenstellung dann in Timeline ab – den Rest übernimmt das Programm. Manuelle Feinarbeiten wie etwa das Betiteln einzelner Zeitpunkte kann der Anwender nachholen, aber auch komplett von Null an die Zeitleiste im Programm selbst erstellen. Hierfür besitzt Timeline einen eigenen Editor, der die einzelnen Stationen übersichtlich zeilenweise untereinander darstellt und die Möglichkeit zum nachträglichen Import von Mediadaten bietet.

Eine Hilfe-Funktion fehlt Timeline 2.0 genauso wie eine deutsche Lokalisierung, was sich auch im Arbeiten mit dem Kalender-Modul negativ bemerkbar macht, beginnt für amerikanische Verhältnisse die Woche am Sonntag – und nicht am Montag wie bei uns. Der 5,4 MB große Download funktioniert auch als Demo-Version und ist an Mac OS X 10.5 angepasst, das Programm selbst ist so leicht verständlich, dass das Fehlen eines Handbuchs und der Hilfe kaum ins Gewicht fällt.

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