iTunes für Linux: Das Mediacenter für den Pinguin

Martin Maciej
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Apples iPhone und iPod sind zwei der Geräte , die am häufigsten in den Hosentaschen zu finden sind. Musik hören und mit dem PC oder Mac synchronisieren ist mit verschiedenen Programmen möglich – doch nur mit dem Originalprogramm iTunes lässt sich auch auf den Apple Store zugreifen. Wenn Sie also auch gerne Lieder im Internet erwerben, kommen Sie um den iTunes Download nicht herum.

iTunes für Linux

Als iPhone- oder iPod-Nutzer ist iTunes auf dem PC und auf dem Mac nahezu unverzichtbar. Musik mit dem Mobilgerät synchronisieren und sogar über den iTunes Store neue Lieblingslieder finden – all dies ist mit iTunes möglich. Doch als Linux-Nutzer stößt man schnell an die Grenzen der Technik, denn eine Originalversion von iTunes für Linux-Systeme wie zum Beispiel Ubuntu gibt es leider nicht.

iTunes für Linux – Auf Alternativen ausweichen

Wer Ubuntu oder ein anderes Linux benutzt, kann sich verschiedene Alternativen zu iTunes auf den Rechner laden, die sich ebenfalls zum Synchronisieren von Liedern bewährt haben und ähnlich gut wie iTunes funktionieren. Nur auf den iTunes-Store lässt sich mit diesen Programmen nicht zugreifen. Zur Auswahl stehen die Programme Banshee, Amarok und gtkpod.

Der erste Eindruck spricht für das Programm Banshee. Nicht nur lehnt sich die Benutzeroberfläche sehr stark an iTunes an, der Funktionsumfang von Banshee lässt auch kaum einen Anspruch unerfüllt. Die Software lässt sich sehr gut als herkömmlicher Musikplayer verwenden, mit dem sich Playlisten für Musik und Videos anlegen lassen und die Medienbibliothek auf einfache Weise durchsuchen lässt.

Mithilfe von Banshee kann man die entweder die komplette Medienbibliothek oder einzelne Lieder oder Playlisten auf den MP3-Player oder das Mobiltelefon übertragen. Über die BPM-Erkennung lassen sich Lieder auch nach Geschwindigkeit sortieren, sodass sich schnell eine Playlist mit ähnlichen Titeln erstellen lässt. Mit der Verbindung zum AmazonMp3 Store bietet Banshee zumindest beinahe einen Ersatz für den iTunes Store. Hier kann man zwar keine Apps herunterladen, aber zumindest neue Musik erwerben.

Das Programm Amarok bietet den Zugriff auf verschiedene Webservices wie Ampache und last.fm, unterstützt aber hauptsächlich alternative Künstler durch den Jamendo Service und den integrierten Magnatune-Store.

Gtkpod ist das rudimentärste Programm der drei und bietet im Prinzip die Funktionalitäten eines Musik-Players. Die Synchronisation mit dem iPod ist auch hier möglich, allerdings besitzt Gtkpod keinen integrierten Song-Store und die Beschaffung neuer MP3-Tracks muss daher außerhalb des Wiedergabeprogramms erfolgen.

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iTunes für Linux – Das Original nutzen

Wine Icon
Über Umwege lässt sich auch das Original von iTunes auf einem Linux-System wie Ubuntu ausführen. Hierfür ist jedoch notwendig, einen Windows-Emulator zu installieren. Der funktionstüchtigste und bekannteste Emulator ist Wine.

Um Wine zu installieren, müssen Sie als erstes das Wine-Repository als Softwarequelle hinzufügen. Dies erreicht man im Terminal durch Eingabe des Befehls sudo add-apt-repository ppa:ubuntu-wine/ppa. Die sudo-Eingabe muss mit Admin-Passwort bestätigt werden. Nach einem sudo apt-get update werden aktuelle Informationen aus den Software-Repositories heruntergeladen. Danach kann der Windows-Emulator Wine durch ein sudo apt-get install wine installiert werden. Da die aktuelle Version von iTunes noch nicht auf dem Emulator funktioniert, sollte man sich zur Stabilität eine ältere Version von iTunes beschaffen. Welche Version von Wine unterstützt wird, lässt sich auf der offiziellen Webseite des Emulators nachvollziehen.

Die ältere iTunes-Version ist über oldApps erhältlich. Laden Sie sich die Setup-Datei der kompatiblen iTunes-Version herunter und speichern Sie die Executable auf Ihrem Rechner. Rufen Sie nun das Applikationsmenü von Wine auf, um iTunes zu installieren. Öffnen Sie hierfür das Menü “Deinstalliere Wine Applikationen” und klicken Sie auf “Installieren…”. Nun können Sie die heruntergeladen Executable auswählen. Die Installationsroutine von iTunes startet, folgen Sie hierbei den Anweisungen des Setupvorgangs. Lassen Sie am Ende des Vorgangs die Option “Open iTunes after the installer exits” und klicken Sie auf Finish. Nach der Installation kann es vorkommen, dass die Meldung “iTunes wurde nicht richtig installiert” erscheint, diese hat jedoch in der Regel keine Bedeutung und kann einfach mit OK bestätigt werden.

Weitere Themen: iTunes für Mac, Apple

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