DoubleTwist and Shout: Die iTunes-Alternative im Kurztest

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Von Guerilla-Marketing versteht DVD John etwas: Für die neue Version seiner iTunes-Alternative DoubleTwist hat der bekannte Code-Knacker tief in die Trickfilmkiste gegriffen und eine Satire auf Apples Werbespot „1984“ vorgelegt. Inhalt: Steve Jobs vertritt den „Big Brother“, der befreiende Hammer ist DoubleTwist. Die Alternative zu iTunes nämlich versorgt auch andere Geräte als Apples iPod mit Mediendaten, die große Überraschung in der neuen Version ist eine Kopie des iTunes Store mit Anbindung an Amazon. macmagazin.de zeigt erste Tanzschritte mit dem Apple-Konkurrenten.

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Nach dem Download, der Installation (Programm in den Programmordner ziehen) und dem Start von DoubleTwist erwartet den Neuling ein Anmeldefenster.

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Wer noch kein Konto besitzt, kann hier einen Account anlegen: Name, Passwort und eine funktionierende E-Mail-Adresse reichen aus, dazu lässt sich noch ein Bildchen auswählen. Nach dem Klick auf dem Link in der Bestätigungsmail kann es losgehen. Später kann man das Profil bei Bedarf ändern.

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Dabei zeigt DoubleTwist erste Tücken, zumindest auf dem Arbeitsrechner zeigt es sich überraschend absturzfreudig.

Ist die Einrichtungsprozedur überstanden, klappt aber alles wie am Schnürchen. Die Software greift auf die vorhandene iTunes-Bibliothek zurück, aber auch Bilder aus iPhoto und Filme lassen sich anzeigen, dazu später mehr.

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Unterordner wie iTunes kennt DoubleTwist nicht, die Reihenfolge der Playlists folgt einem nicht ganz erkennbaren Muster .

Ansonsten wirkt die Oberfläche aufgeräumt, was auch daran liegt, dass DoubleTwist auf etliche Funktionen von iTunes verzichtet. So sucht man beispielsweise eine CoverFlow-Ansicht genauso vergeblich wie Apps, Radio und zum Beispiel Podcasts.

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Wie Apples Software zeigt auch DoubleTwist angeschlossen Geräte an: Ein Beispielvideo zeigt, wie man Musik, Photos und Filme auf einen BlackBerry überspielt: durch simples Drag-and-drop des Titels aus der Bibliothek.

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Ebenfalls unterstützte Geräte sind Sonys PSP, Mobiltelefone mit Windows Mobile, Android und Symbian – das iPhone mit aktueller Firmware wird von DoubleTwist aber zum Beispiel nicht erkannt. Eine Synchronisations-Verwaltung wie in iTunes kennt der Konkurrent nicht.

Die Anbindung an Social Media-Dienste hat DVD Jon bei Photos und Filmen integriert: Nach einem Klick auf das entsprechende Symbol und erfolgreicher Anmeldung lassen sich Bilder auf Facebook und Flickr hochladen, Filme auf YouTube. Auch der Versand als E-Mail-Anhang ist mit Videos und Fotos möglich, nicht aber mit Musik. Dabei greift die Software auf Apples Adressbuch zurück.

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YouTube-Videos lassen sich einfach importieren, hierzu ruft man in der Menüzeile File und Library auf, dort findet man dann den Menüpunkt Import from YouTube.

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Nach der Eingabe der Webadresse des gewünschten YouTube-Videos beginnt der Download in die Bibliothek, anschließend findet man das Video im Ordner Movies

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Die große Neuerung in DoubleTwist ist der Music Store. Zur Zeit ist der Kauf und Download allerdings auf einen amerikanischen Amazon-Account beschränkt, Deutschland, Großbritannien und Frankreich sollen demnächst folgen.

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Wer einen passenden Account hat, meldet ähnlich wie in iTunes an: rechts oben über Sign In. Alternativ erscheint das Amazon-Anmeldefenster nach einem Klick auf Buy oder Download. Auch der Music Store „glänzt“ durch Übersichtlichkeit, mehr als eine Suche und anschließende Auflistung der Top-Songs mit der bekannten Hörprobe findet man nicht. Das ist zwar wesentlich übersichtlicher als auf Amazons Webseite, auf weiterführende Informationen sowie Rezensionen muss man allerdings verzichten.

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Die Revolution läutet DoubleTwist für iTunes-gewohnte und -verwöhnte iPod-Anwender sicherlich noch nicht ein. Unverständlich ist es zum Beispiel, dass man in Musiktiteln nicht zu einer beliebigen Stelle vorspulen kann. Zur Zeit punktet die kostenlose Software vor allem mit ihrer Geschwindigkeit.

Der Download ist 15,4 Megabyte groß, DoubleTwist setzt Mac OS X 10.5 und höher voraus. Bisher liegt nur eine englischsprachige Fassung vor, PC-Besitzer müssen sich ebenfalls noch in Geduld üben.

Weitere Themen: iTunes für Mac, Apple

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