iTunes Alternative: Die besten Programme für Windows

Norman Volkmann
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iTunes ist noch immer der Dreh- und Angelpunkt für den Umgang mit allen mobilen iOS-Geräten. Ohne iTunes wird es schwer, Filme, Musik und andere Inhalte auf iPhone, iPad und Co zu bekommen. Doch nicht jeder mag die Plattform auch für all das nutzen, was Apple darin sieht. Wir stellen euch heute die besten Alternativen für iTunes vor.

iTunes Alternative: Die besten Programme für Windows

Gerade wer zwar ein mobiles Apple-Gerät sein eigen nennt, aber beim Computer eine Windows-Umgebung gewohnt ist, wird nicht direkt warm mit iTunes. Vor allem weil das Programm eben nicht so tief in das Betriebssystem integriert ist, wie es beim Mac der Fall ist. Daneben hat man zwar mit iTunes die Möglichkeit, seine gesamte Mediensammlung zu verwalten und konsumieren und per Kauf über den iTunes Store zu erweitern.

Winamp: Ja, den gibt es noch!

Eine Portion Nostalgie gefällig? Mitte der 2000er Jahre war Winamp noch ganz vorn dabei, was Mediaplayer anging. Doch auch wenn der Player mit den zahlreichen Design-Skins in den letzten Jahren massiv an Popularität verloren hat, es gibt ihn immer noch. Und auch in seiner heutigen Form muss er sich vor Media-Player-Größen wie iTunes nicht verstecken. Er spielt noch immer fleißig Musik ab, kann DVDs wiedergeben und beide direkt aus dem Programm heraus brennen – ja, es soll ja immer noch Menschen geben, die CDs brennen. Auch die Verwaltung der eigenen Musikbibliothek ist sehr einfach und übersichtlich möglich.

Die Nachteile von Winamp sind übersichtlich, aber nicht wegzureden. So gibt es zum Beispiel keinen Store, in dem Musik gekauft werden kann, wie iTunes das anbietet. Auch die Synchronisation zwischen Winamp und mobilen Apple-Geräten wie dem iPad oder iPhone funktioniert nicht. Das bedeutet, dass man sich zumindest nicht ganz von iTunes trennen darf, wenn man sein iOS-Gerät ab und an synchronisieren will. Winamp ist kostenlos und kann direkt über die Webseite des Mediaplayers heruntergeladen werden.

MediaMonkey: Viel Kontrolle für euer Apple Produkt

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Optisch meilenweit von einem durchgestylten Player wie iTunes entfernt, ist Media Monkey auf das Wesentliche konzentriert und überzeugte uns mit seinen zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten und dem großen Funktionsumfang. Gerade Nutzer mit großer Musiksammlung werden sich mit MediaMonkey wohlfühlen, weil das Verwalten von tausenden Titel mit dem Programm einfacher und vor allem viel schneller ist, als mit vielen Konkurrenten. Überdies können mit dem Tool auch Podcasts heruntergeladen und verwaltet, CDs gerippt und gebrannt oder ID3-Tags erstellt und angepasst werden. Das Programm hilft bei der Suche nach Duplikaten und erzeugt Reports und Statistiken. All diese Features sind dabei in der kostenlosen Version des Mediaplayers enthalten. Ebenfalls von Vorteil: ihr könnt mit MediaMonkey auch eurem iPod und iPhone synchronisieren und sogar innerhalb des Programms Dateiformate in andere konvertieren.

Für eine einmalige Zahlung von knapp 50 Euro kann man sich eine lebenslange Lizenz für MediaMonkey sichern. Für die Hälfte gibt es eine Lizenz für aktuelle Versionsnummer. Man bekommt dabei zwar alle Updates für die aktuelle Hauptversion (aktuell 4.X) – für alle Versionen ab 5.X gilt diese Lizenz dann allerdings nicht mehr. Der Funktionsumfang ist aber auch in der kostenfreien Version sehr umfassend. MediaMonkey ist exklusiv für Windows-Betriebssysteme verfügbar und bietet, ähnlich wie Winamp, verschiedene Skins, die das anfangs doch recht simple Design etwas aufpolieren.

Songbird: Der Alleskönner ist etwas in die Jahre gekommen

Vogel und Affe haben so einiges gemein. So ist Songbird MediaMonkey nicht unähnlich, legt aber schon in der Ausgangsversion bereits mehr Augenmerk auf das Design. Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Programm wirft, könnte es dabei sogar mit Medienplayer von Apple verwechseln, denn Songbird scheint sich das mit der „Alternative für iTunes“ sehr zu Herzen genommen zu haben und iTunes-Nutzer vor allem mit einer ähnlichen Benutzeroberfläche locken zu wollen.

Songbird ist eine All-in-One-Lösung, da der Player nicht nur Medieninhalte wiedergibt, sondern auch als Browser fungiert. Er basiert auf VLC und XUL der Mozilla Foundation und fühlt sich dementsprechend auch sehr vertraut für Firefox- oder Thunderbird-Nutzer an. Songbird findet Musikdateien auf Webseiten und spielt diese in einer eigenen Playlist ab. Die Synchronisation ist zumindest mit älteren iPods noch möglich. Das bringt uns auch zum größten Nachteil: Bereits seit Juni 2013 wurde die Weiterentwicklung an Songbird eingestellt. Dennoch stellt das Programm für viele immer noch eine schöne Alternative für iTunes dar, die einen breiten Funktionsumfang hat und auch designtechnisch immer noch vorzeigbar ist. Mit den neuen iOS-Generation wird der Player also einfach nicht mehr kompatibel sein, was ihn als wirkliche Alternative für iTunes auch nur noch begrenzt qualifiziert.

4. CopyTrans Manager: Fokussiert auf das Wesentliche

Der CopyTrans Manager wirbt schon auf der eigenen Webseite damit, eine iTunes-Alternative zu sein. Das ist dann auch der Kern des Programms, das eure Apple-Geräte verwaltet und dabei vor allem auf Medieninhalte wie Videos, Musik und Hörbüchern beschränkt ist. Wer Kontakte, Fotos oder Apps verwalten will, braucht dafür Zusatzdownloads. Dabei sind die einzelnen Programme einzeln allerdings umfassender als iTunes. Speziell wer nur seine Musiksammlung verwalten will, sollte sich etwas tiefer mit dem CopyTrans Manager befassen. Die Bedienung ist so gut wie selbstverständlich: Ihr wählt ein Song/Video oder Klingelton (das Programm beschränkt sich auf diese drei Bereiche) aus und könnt daraufhin mithilfe von vier großen Buttons in der oberen Leiste das selektierte Medium wahlweise zu einer Wiedergabeliste hinzufügen, von dem Gerät löschen, von einer Wiedergabeliste entfernen, oder auch bearbeiten. Auch die Einstellungen sind nicht sehr umfangreich. Lediglich fünf verschiedene Optionen stehen euch zum Verändern zur Verfügung, das war es dann aber auch schon.

Fazit:

Es ist wie mit allem im Leben: Welcher Player es am Ende auf euren PC schafft, hängt einzig und allein davon ab, welche Funktionen ihr tagtäglich oder zumindest am häufigsten gebrauchen könnt. Ich bin sehr gespannt, wie eine neue Version von Winamp aussehen wird, war das doch damals mein erster Mediaplayer, der jahrelang auf dem System für die Musikwiedergabe eingesetzt wurde. Inzwischen nutze ich iTunes und Media Monkey parallel. Die Synchronisation mit dem iPhone finde ich mit iTunes noch immer am bequemsten, allerdings empfinde ich Apples Player bei der Ordnung meiner Musiksammlung als Kugel am Bein. Zudem kann ich mit MediaMonkey die Dateinamen für die Musikstücke vereinheitlichen, was alle Musikdateien auf meiner Festplatte viel übersichtlicher macht. Zudem ist auch die Konvertierung von Musikdateien sehr gut. Ich will gern nur MP3-Dateien in meiner Sammlung haben, kaufe ich über iTunes werden mir aber MP4-Dateien geliefert. So geht die Änderung des Formats schnell und einfach.

iTunes: Das kann der Medienplayer

Weitere Themen: CopyTrans Manager, MediaMonkey Free, iPad Pro, iPhone 6s, iPhone 6s Plus, Apple

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