iWork macht mobil: Keynote auf dem iPhone

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Eine Präsentationssoftware auf dem iPhone? Wir waren skeptisch, ob das Platzangebot und die Bedienspanne des Smartphones für eine mobile Keynote-Version genügen wird. In unserem Kurztest stellen wir den jüngsten iWork-Zuwachs für unterwegs auf den Kopf und messen die Software an ihrer großen Schwester, Keynote für den Mac. Unser Ergebnis lesen Sie auf der nächsten Folie...

Auf dem Präsentierteller

Es ist geschafft, endlich bietet Apple nicht nur auf dem Mac Konkurrenz zur alteingesessenen Präsentiersoftware MS

Powerpoint, nun dürfen auch auf dem iPhone fleißig Folien erstellt, verschoben und bearbeitet werden. Der Import bestehender Keynote- und Powerpoint-Präsentationen funktioniert schnell und fehlerfrei aus Mail, iDisk, WebDAV, iTunes oder direkt aus dem Netz. Beschwert hat sich das Programm allerdings bei dem Versuch, eine Keynote-Präsentation zu importieren, die nicht mit Keynote ’09 erstellt wurde. Ältere Versionen und auch manche Powerpoint-Dokumente lassen sich also nicht ohne Probleme auf der neuen Plattform auffrischen, dafür macht das Erstellen neuer und auch die Bearbeitung jüngerer Mac-Version-Präsentationen umso mehr Spaß. Immerhin 12 verschieden Themes stehen in der mobilen Version als Vorlagen für neue Präsentationen zur Auswahl.

Drehen, Schreiben, Verschieben

Keynote* für iPhone bringt alle wesentlichen Funktionen mit, die schon auf dem Mac so viel Spaß machen. In der Seitenleiste sind die zu der Präsentation gehörenden Folien aufgereiht und lassen sich per Drag&Drop verschieben und per Doppeltouch duplizieren oder löschen. Etwa zwei Fünftel der restlichen Oberfläche widmen sich der angewählten Folie. Hier lassen sich die einzelnen Elemente wie Textfelder oder Bilder und Diagramme anwählen und bearbeiten. Die Bedienung funktioniert über vier Buttons in der Kopfzeile: Information, Objekt, Einstellungen und Play sind Zeichen, die jeder Mac-Anfänger schon aus anderen Anwendungen wiedererkennen dürfte. Einmal mehr lässt sich mit ihrer Hilfe recht intuitiv arbeiten.

Animationen und Übergänge machen mobil

Das Highlight jeder Keynote-Präsentation darf auch auf der iPhone-Version nicht fehlen: Die Übergänge von Folie

zu Folie sowie das Einblenden von Objekten, die sich in hübscher Animation so deutlich von langweiligen Powerpoint-Werken abheben. Auch auf der mobilen Version lassen sich die Gestaltungshöhepunkte einbauen. Wählen kann der Nutzer zwischen jeweils über 20 verschiedenen Animationen, die sich nahtlos und ohne Ruckeln in die Folien integrieren. Eine Überlastung der iPhone-Kapazität konnten wir während des Tests auch beim Import größerer Folien nicht feststellen. Sollte dies doch einmal vorkommen, hat Apple mit einem Auto-Save bei jeder Änderung vorgesorgt.

Geschüttelt, nicht gedreht

Für die Bedienung von Keynote* braucht sich der verwöhnte Apple-Nutzer natürlich nicht umzugewöhnen. Die Eingabe funktioniert wie aus anderen iPhone-Apps bekannt und integriert beispielsweise auch das Schütteln zum Rückgängigmachen. Konsequenterweise lässt sich die App allerdings nur im Querformat bedienen und schaltet sich beim Drehen des Geräts nicht um. Wer sich trotz der einfachen Bedienung den Kaltstart in die App nicht zutraut, darf sich auf 27 Slides Apples Tutorial-Präsentation anschauen und gleich selbst Hand anlegen.

Fazit

Keynote* für iPhone macht Spaß, ist übersichtlich und bringt alle wesentlichen Funktionen der Mac-Version mit. Für einen Preis von 7,99 Euro lohnt sich die Anschaffung jedoch nur, wenn man häufiger mit den Präsentationen arbeiten muss, ohne einen Mac zur Verfügung zu haben. Auch mit ihren 112 MB brachte Keynote zumindest die Autorin zum Schwitzen: “Speicherplatz auf dem Gerät (iPhone 4, 16 GB) genügt nicht” hieß es beim ersten Download-Versuch im AppStore.

Pro
- sehr ansprechende Bedienung und Umsetzung
- nahtloser Import bestehender Präsentationen

Con
- arbeitet nur mit Keynote ’09 Dokumenten zuverlässig
- zu teuer für Gelegenheitsanwender

Macnews.de Wertung: 4,5 von 5 Sternen

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