Jolla Sailfish + Hands-On Video

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Beschreibung

Gibt es genug mobile Betriebssysteme draußen? Scheinbar nicht, denn neben Android, iOS und Windows 8 gibt es noch ein paar andere Betriebssysteme, die sich einer gewissen Popularität erfreuen. Ein neues Betriebssystem, das nun um die Gunst der Kundschaft ringt, kommt von dem Startup-Unternehmen Jolla und hört auf den Namen Sailfish.

Sailfish: Aus MeeGos Asche erwacht

Es gab einmal eine Zeit, in der Nokia auf ein Betriebssystem gesetzt hat, das auf den Namen MeeGo hörte. Doch Zeiten verändern sich und so entschied sich das finnische Unternehmen für ein anderes mobiles Betriebssystem für die eigenen Geräte: Windows 8 sollte es sein.

Doch MeeGo war damit nicht ganz gestorben: Etwa 50 ehemalige Mitarbeiter von Nokia, die an der Entwicklung von MeeGo beteiligt waren,  entschieden sich, auf eigene Faust weiter zu machen: Das Unternehmen Jolla wurde gegründet. Und heute Morgen war es dann soweit, dass Jolla seine Arbeit der letzten 1 ½ Jahre der Öffentlichkeit präsentiert und der Welt das neue mobile Betriebssystem Sailfish vorstellt.

Jolla Sailfish: Was kommt?

Wie die Mitarbeiter  in der Präsentation deutlich auf ihren T-Shirts demonstrieren, soll Sailfish vor allem eins sein: anders als das Normale. Was genau das “Normale” hier ist, bleibt aber erst einmal offen, denn iOS, Windows 8, Android und die anderen mobilen Betriebssysteme unterscheiden sich dann doch bereits erheblich voneinander. Versprochen werden in Sailfish ausgezeichnete Multitasking-Fähigkeiten, tiefgreifende Möglichkeiten der Personalisierung und “schnelle, mühelose Interaktionen”. Klingt wie eine Mischung aus Windows Phone 8 und Android. Sailfish wird übrigens für verschiedene Chipset-Technologien verfügbar sein.

Einen wichtigen Partner konnte sich Jolla bereits zusichern:  das finnische Telekommunikationsunternehmen DNA. Das ist für Jolla vor allem deshalb sehr wichtig, um zunächst auf dem heimischen Boden Fuß zu fassen. Mit anderen Unternehmen sollen außerdem bereits Verhandlungen geführt werden. Ziel des Unternehmens ist auf längere Sicht dann,  den asiatischen Markt zu betreten, da dieser extrem umfangreich ist (derzeit sind dort etwa 200 Millionen Smartphones im Umlauf).

Die Stärke von Sailfish, so Jollas Vorstandsvorsitzender Antti Saarnio, liegt vor allem in der benutzerfreundlichen Oberfläche, die „sehr konkurrenzfähig“ ist. Weiter teilt Saarnio mit: „Der große Unterschied unserer Situation im Gegensatz zu Microsoft oder den anderen ist, dass Jolla keine Unternehmenstradition hat. Wir haben keine Marktposition. Wir haben keine Kostenbasis, die wir verteidigen müssen. Wir können sehr flexible Modelle nutzen“. Klingt nach guten Voraussetzungen.

Wir sind sehr gespannt, wie sich Sailfish in der Zukunft entwickeln wird und ob dies einen bemerkenswerten Einfluss auf die anderen mobilen Betriebssysteme haben wird. Und wer weiß, vielleicht machen wir in nicht allzu ferner Zukunft dann auch mit Jollas Sailfish einen iTry.

Quellen: TechCrunch, Telekom Presse, Engadget, Jollausers

 

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