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LaunchBar: Schnellstarter für den Mac

Thomas Konrad

Regelmäßig stellen macnews.de-Redakteure ihre persönliche Lieblingssoftware vor. Diesmal entscheidet sich Thomas Konrad für LaunchBar. Die Schnellstart-Software LaunchBar setzt an der Stelle an, wo es darum geht, blitzschnell Programme zu starten und Dokumente aufzurufen, zwischendurch im Web zu surfen oder eine kurze Rechnung durchzuführen.

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LaunchBar ist für eine reine Tastatursteuerung ausgelegt und erinnert mich in vielen Bereichen an Apples Spotlight-Suche. Suchleiste aufrufen, ein paar Buchstaben des gewünschten Objektes eingeben und bestätigen. So gelangt man schnell an Programme, Dateien oder gar Adressbuch-Kontakte. LaunchBar hat allerdings noch deutlich mehr zu bieten. Das Programm lässt Anpassungen durch den Anwender zu und bietet weitere Funktionen wie einen Verlauf für die Zwischenablage und Aktionen zum Bearbeiten von Dateien.

Leiste

Zunächst sollte man einen Befehl zum Aufrufen von LaunchBar festlegen und darauf achten, dass die Tastenkombination nicht anderweitig belegt ist. Ruft man das Programm auf, wird es als Leiste direkt unter der Mac OS X-Systemleiste aktiv. Mithilfe der Maus oder der Kombination Ctrl + Shift + Pfeil rechts/links lässt sich die Breite dieser Leiste für mehr Übersichtlichkeit anpassen.

Liste

LaunchBar kann alle Objekte öffnen, die ein Anwender auch per Doppelklick öffnen könnte. Man tippt ein paar Buchstaben ein und navigiert durch die Liste mit den Pfeiltasten, falls der erste Eintrag nicht der gewünschte ist. Mit der Enter-Taste bestätigt man seine Wahl. Mit den Pfeiltasten rechts und links kann man auch durch Ordnerstrukturen navigieren. Auch LaunchBar unterstützt Quick Look, so dass man mit einem Druck auf die Leertaste den Dateien auf den Grund schauen kann. In den Einstellungen sollte man die Zeit festlegen, ab der LaunchBar eine Eingabe als Neueingabe betrachtet. Liegt die Zeitspanne beispielsweise bei einer halben Sekunde, sollte man beim Tippen eines Suchbegriffs keine Pause einlegen. Nach dieser halben Sekunde registriert die Software jeden Tastenanschlag als Neueingabe. Die Maximalspanne beträgt drei Sekunden.

Aktionen

Nun komme ich zu einem der Mehrwerte, die LaunchBar von Spotlight unterscheidet: Dateien lassen sich in LaunchBar nämlich nicht nur anzeigen sondern auch in ZIP- oder tar.gz-Archive komprimieren, Bilder kann man skalieren sowie drehen, Mac-Programme beenden. Auch den Mac OS X-Befehl Sofort Beenden kann man erzwingen. Man findet sämtliche Befehle, indem man Aktionen in LaunchBar eintippt. Hier finden sich auch Elemente für die iTunes Steuerung, Sprachausgabe und Etikettierung. In wenigen Sekunden ist ein Bild als Desktop-Hintergrund eingestellt oder ein Laufwerk auf dem Desktop ausgeworfen. LaunchBar arbeitet auch mit iCal zusammen: Gibt man iCal ein, gelangt man zur Übersicht seiner Kalender. Nach einem Anschlag der Leertaste kann man zum jeweiligen Kalender Ereignisse hinzufügen.  Mit ein wenig Übung kann man auch Datum und Uhrzeit eines Events hinzufügen. Ein Abendessen am 5. Juni 2010 um 18:00 gibt man beispielsweise folgendermaßen ein: Abendessen @ 5.6.10 .

Bildschirmfoto 2010-05-12 um 16.33.49

Gibt man einen Punkt ein, erzeugt LaunchBar den Rahmen einer Web-Adresse bestehend aus http://www. sowie einer einstellbaren Top Level Domain wie .com. Lediglich der Name der Seite fehlt. Schnell gelangt man so beispielsweise über Safari ins Internet.

Auch ein Rechner ist Teil des Schnellstarters. Zum Aufrufen tippt man eine Zahl von Null bis Neun ein. Mit ihm lassen sich neben normalen Rechnungen mit Klammern auch Logarithmen und trigonometrische Funktionen bewältigen.

Index

Eine Neue Funktion in Version fünf der Software ist ein Verlauf der Zwischenablage. Über eine Tastenkombination kann man ihn aufrufen. Dort finden sich bis zu 40 zuletzt kopierte Objekte, darunter auch Texte. So verliert man diese Dateien nicht aus den Augen und kann mit mehreren Objekten gleichzeitig arbeiten. Eine weitere Stärke des Programms ist sein Index-System. Hier lassen sich beispielsweise vertrauliche Objekte von einer Suche ausschließen.

Fazit

Für mich zählt LaunchBar unzweifelhaft zu einer der Top Apps auf dem Mac und ist einen Blick wert. Auch wenn sie im ersten Moment kaum nützlicher als Spotlight scheint, bietet die Software auf den zweiten Blick unzählige Aktionen, die sie von Spotlight deutlich unterscheidet. Für viele Anwender nützlich könnte die erweiterte Zwischenablage sein. Die Entwickler empfehlen, sich mit der Syntax für Eingaben vertraut zu machen. So erfordert es anfangs etwas Übung, um beispielsweise einen iCal-Termin zu erstellen. Hat man sich daran gewöhnt, ist die Funktion jedoch äußerst nützlich. Im Allgemeinen braucht es in manchen Bereichen etwas Zeit, um sich mit dem Programm vertraut zu machen und es voll auszunutzen. Die Software kostet 24 Euro, 9 Euro kostet ein Upgrade und wer zunächst noch Zweifel hat, ober das Tool wirklich benötigt, der kann LaunchBar 30 Tage lang kostenlos testen.

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