Linux-Distributionen: 10 Versionen für (fast) jeden Nutzertyp

Paul Henkel

Linux ist nicht gleich Linux. Es gibt unzählige Distributionen und Derivate. Gerade für Einsteiger ist es schwer, einen Überblick zu bekommen. Wir geben einen Überblick über 10 bekannte und weniger bekannte, aber spannende Linux-Distributionen.

Linux-Distributionen: 10 Versionen für (fast) jeden Nutzertyp

10 Linux-Distributionen für (fast) jeden Nutzertyp

Debian

Das Linux-System gehört zu den ältesten und bildet die Grundlage für viele andere Linux-Versionen, zum Beispiel Ubuntu. Es wird seit 1993 als nichtkommerzielles Projekt erstellt.  Aufgrund seiner Community-Basiertheit wird es ausgiebig getestet. Es ist sehr stabil, wird allerdings nur in einem Rhythmus von ein bis drei Jahren aktualisisert.

Ubuntu

Eines der weltweit bekanntesten Linux-Versionen ist Ubuntu. Es punktet durch seine Benutzerfreundlichkeit. Es basiert auf Debian, wird aber deutlich schneller weiterentwickelt. Jeweils im Frühjahr und im Herbst kommen Updates heraus. Ubuntu ist kostenlos erhältlich.

 

Linux Mint

Mittlerweile fast genauso beliebt wie Ubuntu ist Mint. Sie überzeugt durch eine ansprechende Optik und eigene Systemtools, beispielsweise einen Backupmanager. Als Desktopoberfläche wird das speziell für Mint entwickelte Cinnemon verwendet.

elementary OS

Die Linux-Version elementary OS ahmt die Mac-OS-X-Oberfläche nach. Es ist ein übersichtliches Linux, das zudem wenig Ressourcen beansprucht und Als Desktop-Umgebung wird Pantheon verwendet. Viele Systemkomponenten stammen von Ubuntu.

Fedora

Aus dem Hause RedHat stammt die Distribution Fedora. Sie adaptiert recht schnell technische Neuerungen und ist community-basiert. Die Version richtet sich an den Privatnutzer und punktet mit besonders guten Sicherheitsfeatures. Es unterstützt eine Reihe von Desktopumgebungen.

OpenSuse

Früher gehörte OpenSuse, das in Nürnberg entwickelt wurde, zu den am häufigsten verwendeten Linux-Distributionen in Deutschland. Damals wurde es noch kommerziell betrieben, mittlerweile ist es ein Communityprojekt. Umfangreiche Konfigurationstools zeichnen die Version aus.

Mageia

Mageia gehört zu den jüngeren Linux-Distributionen. Es ist aus früheren kommerziellen Projekten hervorgegangen wird es seit 2010 als Gemeinschaftsprojekt betrieben. Es ist einsteigerfreundlich konzipiert und verfügt für Systemadministratoren über umfassende Konfigurationstools. Aktualisierungen werden alle neun Monate veröffentlicht.

ArchLinux

Die Version ArchLinux wurde 2002 entwickelt und zog fortgeschrittene Nutzer an. Sie zeichnet sich durch das Rolling-release-Modell aus. Die Distribution muss nur einmalig installiert werden und aktualisiert sich über seinen umfassenden Paket- und Softwaremanager selbst. Nur bei grundlegenden Überarbeitungen werden Installations-CDs herausgegeben.

AntiX Linux

Die Distribution ist extrem ressourcenschonend. Sie kommt mit 128 MB Ram aus und würde auch auf fast historischen Rechnern mit Pentium II laufen. Wer nicht viel mehr als Textverarbeitung und im Internet surfen will, für den reicht AntiX aus.

EdUbuntu

Die Linux-Variante Edubuntu basiert – wie der Name unschwer erahnen lässt – auf Ubuntu, ist aber um einige Lernsoftware erweitert. Das Betriebssystem wird laufend, meist zeitgleich mit Ubuntu aktualisiert.

Einen Überblick und Entscheidungshilfe, welche Linux-Distribution für die eigenen Ansprüche geeignet ist, gibt auch die Software Getlinux.

 

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