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Little Snitch - Den Schnüfflern unter Mac OS X auf der Spur

Bernd Korz

Was würden wir nur machen, wenn es da draussen nicht all diese kleinen tollen”Helferlein” gäbe? Für jedem Topf gibt es in der heutigen Zeit einen Deckel, für jedes Bedürfnis eine Lösung. Little Snitch ist so ein Deckel, der den Topf auch schließt.

Es gibt immer wieder Unternehmen, die gerne mal den heimischen PC oder Mac durchsuchen, davon mitbekommen kann man allerdings kaum etwas bis gar nichts, denn alles geschieht schön verdeckt – im Hintergrund. So schauen Apple und Microsoft seinen Nutzern sehr gerne über die Schulter, doch auch Adobe wurde damals geoutet. Natürlich beteuern alle, dass das so nicht stimmen würde, jedoch ist es recht einfach zu kontrollieren, was denn so von E.T. nach Hause über die Telefonleitung geschickt wird.

Wer gerne selbst entscheidet, was wann und von wem versendet werden darf, kann sich eines sehr netten Werkzeuges bedienen, nämlich Little Snitch. Wir haben uns das Programm angeschaut und werde das Vorgehen hier Schritt für Schritt erklären.

Hat man sich das Programm heruntergeladen, muss man mittels eines Doppelklick das .dmg öffnen. Darin befindet sich nun der Installer, den man ebenfalls per Doppelklick startet:

Nach dem Doppelklick öffnet sich der Installer, in diesem muss man dann bestätigen, dass man Little Snitch wirklich installieren möchte:

Little Snitch nimmt einige Veränderungen im System vor und muss einige Services starten um am Ende auch wirklich zu funktionieren. Daher ist es in diesem Falle unabdingbar, dass Programm nach der Installation neu zu starten:

Setzt man nun die Installation fort, werden alle notwendigen Daten in das System kopiert und einige Protokolle und Scripte im Hintergrund verändert. Man darf nicht vergessen, dass Mac OS X zwar eine sehr schöne Oberfläche hat, aber im Hintergrund ein komplettes Unix “werkelt”. Hier gibt es also jede Menge Scripte, die der Computer beim Start ausführt und auch während der gesamten Laufzeit benötigt:

Ist die Software installiert und der Computer neu gestartet nimmt Little Snitch sofort seinen Dienst auf. Es gibt da so einiges an Programmen, was im Hintergrund gestartet werden soll und – was noch viel interessanter ist – nach Hause funken möchte. Little Snitch blockiert zunächst einmal alle dieser Anwendungen und gibt bei jedem Funkkontakt einen Warnhinweis:

Hier gibt es nun einige interessante Optionen.

  1. Sie können auswählen, ob die Einstellungen “Einmal”, “Bis zum Beenden” oder “Für immer” vorgenommen werden sollen
  2. Sie entscheiden dabei, welche Verbindung genau Sie beeinflussen möchten oder ob es alle Verbindungen sein sollen und ob Sie diese
  3. “Verbieten” oder “Erlauben” möchten

Little Snitch lernt dabei kräftig von Ihrem Handeln und riegelt den Computer damit mehr und mehr gegen die Aussenwelt ab.

Weiter liefert Little Snitch einen Monitor mit, der die Aktivitäten ständig anzeigen kann. Der Anwender behält so immer die Übersicht, ob Daten herausgehen und wenn ja, ob sie “Grün” oder “Rot” sind, also gut oder nicht so gut:

Eigentlich ist das Programm ein absolutes Muss auf jedem Apple Computer. Nur so kann man sich endlich vor den ganzen heimlichen Lauschangriffen wehren und sich eine eigene Firewall, Stein für Stein, aufbauen.

Weitere Themen: Mac OS X, Mac

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