LogMeIn Hamachi funktioniert nicht – woran es liegen kann

Das Ärgerlichste an Programmen ist, wenn sie nicht funktionieren. Unter normalen Umständen ist LogMeIn Hamachi in Minuten installiert und eingerichtet – um danach unkompliziert zu arbeiten. Doch manchmal funktioniert Hamachi einfach nicht. Oder bestimmte Vorhaben lassen sich nicht realisieren. Und das kann die verschiedensten Ursachen haben.

Man sollte sich hinsichtlich der Komplexität von Hamachi nicht täuschen. Bloß, weil es ein kleines Fenster ist und ohne große Probleme funktioniert, heißt das nicht, dass im Hintergrund nicht viel bewegt wird. Zum einen installiert sich der Hamachi Download als virtuelle Netzwerkkarte. Dann wird ein “Tunneling-Dienst” etabliert. Jetzt muss Hamachi versuchen, alle möglichen Sicherheitsbestimmungen von Windows und Router zu umgehen. Dazu spielt es eine ganze Reihe von Ports und Freigaben durch, bis eine zuverlässige Verbindung hergestellt ist.

Von alldem merkt der Anwender nichts – wenn es funktioniert. Doch wenn irgendetwas nicht funktioniert, dann muss man an vielen Stellen suchen.

Hamachi geht nicht unter Windows 7

“Hamachi geht nicht!” ist ein häufig zu findender Ausruf. Gerne wird dann noch ergänzt, dass Hamachi unter Windows 7 nicht geht. Tatsächlich scheint es so zu sein, dass Windows 7 u.U. recht restriktiv ist, was die Sicherheitsbestimmungen angeht. Und weil nicht jeder mit den Grundeinstellungen des Betriebssystems zufrieden ist, kommen immer öfter sogenannte Tuning-Programme zum Einsatz. Die sollen das Internet schneller machen, Windows sicherer und alles viel besser. Was sie aber oft genug tun, ist eine Veränderung wichtiger Systemeinstellungen. Da werden wichtige Dienste schon mal abgeschaltet und die Windows-Firewall verstellt. Das Ergebnis ist nicht selten, dass nichts mehr richtig funktioniert. Und zu den Opfern gehört bisweilen auch LogMeIn Hamachi.

Wenn Hamachi nicht startet, dann kann das daran liegen, dass der zu Hamachi gehörende Dienst  nicht ordnungsgemäß gestartet wurde. Die sogenannte “LogMeIn Hamachi Tunneling Engine” soll die Grundfunktionalität sicherstellen. Sie wird so installiert, dass sie bei jedem Windows-Start automatisch mit gestartet wird. Wenn aus irgendwelchen Gründen die Engine nicht läuft, ist es tatsächlich so: LogMeIn Hamachi funktioniert nicht!

Um zu prüfen, ob die Tunneling Engine läuft, öffnen wir das Dienste-Fenster unter Windows. Am schnellsten geht das, wenn wir unter “Start- Ausführen” den Befehl “services.msc” eingeben. Wahlweise können wir mit der rechten Maustaste auf dem Desktop auf das Icon “Computer” klicken. Und im Kontextmenü wählen wir dann “Verwalten”. Nun öffnet sich ein Fenster, in dem wir links unten “Dienste und Anwendungen” lesen können. Ein Klick darauf sorgt dafür, dass nun rechts Dienste steht und dort können wir die Diensteliste ebenfalls aufrufen.

Die Liste ist für gewöhnlich alphabetisch sortiert, so dass wir den Eintrag “LogMeIn Hamachi Tunneling Engine” relativ schnell finden. Daneben sollte stehen Status: Gestartet, Starttyp: Automatisch.

Ist das nicht der Fall, dann rufen wir mit einem schnellen Doppelklick den Einstellungsdialog auf und können den Dienst dort manuell starten. Gleichzeitig können wir hier einstellen, dass der Dienst in Zukunft automatisch startet. Nun bestätigen wir mit OK und versuchen, ob Hamachi nun startet.

Hamachi startet, aber verbindet sich nicht

Der wesentlich häufigere Fall bei Problemen mit Hamachi sind Verbindungsprobleme. Hamachi startet ohne Schwierigkeiten, aber schon beim Starten bekommen wir die Meldung, dass der LogMeIn Server nicht erreichbar sei.

In seltenen Fällen, die wir schnell selbst prüfen können, liegt das an tatsächlichen Verbindungsschwierigkeiten unseres Rechners. Der Test ist einfach: Können wir einen Browser starten, dort z.B. winload.de aufrufen und die Seite lädt, dann liegt es nicht daran, dass wir offline sind. Lädt keine Internetseite, dann prüfen wir zuerst, ob der Netzwerkstecker rausgerutscht ist. Sitzt der sicher, so rufen wir das Netzwerk- und Freigabecenter von Windows auf und kontrollieren, ob eine Verbindung besteht. Ist das nicht der Fall, ist der Router dran. Ist er online oder hat er Verbindungsprobleme. Und nach diesem Ausschlussverfahren kann man feststellen: Wenn es nichts davon war, wir eigentlich online sind und auch der Dienst gestartet ist, dann liegt der Grund nicht auf unserer Seite.

In diesem Fall liegt es manchmal schlich daran, dass die Server der Firma LogMeIn ausgefallen sind. Da diese den gesamten Dienst der IP-Vergabe und Vermittlung der Netzwerkverbindungen untereinander verwalten, ist ihr Ausfall hier ein Totalausfall. Nichts geht mehr. Und wie sich in der Vergangenheit gezeigt hat, kann man dann nur abwarten, bis es wieder geht.

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