Things – To-Do-Liste, die mitdenkt

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Als Alternative zum guten alten Zettel-und-Stift-Modell bietet die Software-Schmiede Cultured Code eine Applikation, die Ihre Aufgaben im Blick hält: Things für Mac. Keine Software der Welt kann Sie zu etwas zwingen. Das beste was solch ein Programm tun kann, ist also, das zu organisieren, was zu tun Sie sich anschließend selbst motivieren müssen.

Die Designer von Cultured Code haben mit Things ganze Arbeit geleistet. Die aufgeräumte Bedienoberfläche passt sich sehr gut in Mac OS X ein und erschließt sich ebenso intuitiv.
Aufgaben können verschiedenen Projekten zugeordnet werden, die sich wiederum in Bereichen zusammenfassen lassen. Diese dreistufige Hierarchie ist praktisch, aber nicht zwingend, so dass genug Raum für alles bleibt, was nirgendwo so richtig hinein passt.
Für eine chronologische Übersicht sorgt eine „Fokussierung“ darauf, mit welcher Dringlichkeit ein Eintrag erledigt werden soll. Wenn die Zahl der selbstauferlegten Pflichten einmal zu groß wird um sie alle unter „Als Nächstes“ gleichzeitig darzustellen, lassen sich hierfür mit einem Stern markierte Elemente in der Rubrik „Heute“ unterbringen.
Ständig wiederkehrende Aufgaben und Ereignisse finden sich unter „Geplant“ einsortiert, wo auch für jeden Eintrag ebenfalls wiederkehrende Erinnerungen eingestellt werden können. Diese funktionieren natürlich nur dann, wenn Things auch gestartet ist. Es empfiehlt sich also, das Programm beim Systemstart aufzurufen, damit keine Wiedervorlage unbeachtet bleibt. Was erst einmal ohne Sortierung bleiben soll, findet in der Kategorie „Irgendwann“ Platz. Wurde eine Aufgabe erledigt, verschwindet sie im Logbuch.
Ein weiteres besonders interessantes Merkmal ist die Möglichkeit, einzelne Aufgaben mit Personen aus dem Adressbuch zu verknüpfen. Neben einer unbegrenzten Anzahl von Tags lassen sich nämlich auch bestimmte Personen einem Eintrag zuweisen, so dass diese Aufgabe nun als von diesem Kontakt zu erledigen angezeigt wird. Eine automatische Synchronisation zwischen verschiedenen Things-Installationen bei mehreren Kontakten ist leider bislang nicht möglich.
Der Datenabgleich mit der ebenfalls käuflich zu erwerbenden iPhone und iPad-App funktioniert immer dann, wenn beide Geräte im gleichen drahtlosen Netzwerk angemeldet sind. Ein Abgleich übers Internet, wie bei Konkurrenzprogrammen wie OmniFocus möglich, wird nicht unterstützt. Außerdem lassen sich alle Ereignisse und Aufgaben als Termine in iCal darstellen, sofern dies in den Optionen aktiviert wurde.
Things für Mac erfordert in der aktuellen Version 1.4.3 mindestens Mac OS X 10.4.11 und ist für 49,95 Euro erhältlich. Als Mac App* kostet Things 39,99 Euro.

Fazit:
Things ist hübsch anzusehen und bietet viele praktische Funktionen, die Ordnung in das Durcheinander der Alltags- und Berufsplanung bringen. An der Kollaborationsmöglichkeit für mehrere Benutzer muss indes noch gefeilt werden. Insbesondere fehlt eine Synchronisation zwischen denjenigen Personen aus dem Adressbuch, denen Aufgaben zugewiesen wurden. Die Zusammenarbeit mit der iPhone- und iPad-App funktioniert reibungslos, allerdings nur im lokalen Netzwerk.

Vorteile:

  • Sehr intuitiv dank Oberfläche im Mac-OS-X-Look
  • Übersichtliche Kategorien in der Seitenleiste
  • Aufgaben können Kontakten aus dem Adressbuch zugewiesen werden

Nachteile:

  • Verbindung zwischen Personen und Aufgaben noch unausgereift
  • Synchronisation nur im lokalen Netzwerk
  • Icon bleibt ständig im Dock, kein Menulet


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