Erste Erfahrungen mit Mac OS X 10.6.5

Sebastian Trepesch
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Seit einem Tag ist Mac OS X 10.6.5 nun verfügbar. Nimmt man die Erfahrungen der Nutzer diverser Foren zusammen, gewinnt man einen ersten Überblick über die vermissten Funktionen, die Zuverlässigkeit auf unterschiedlichen Rechnern und über streikende Programme. Gleich vorab der Hinweis: Ein Update für GPGMail ist bereits verfügbar.

“Installiert, soweit ok” zog Kommentarschreiber Urs auf macnews.de sein knappes Fazit. Große Probleme wie zum Beispiel neulich bei der Veröffentlichung von iPhoto ’11 scheinen in der Tat selten aufgetreten zu sein. Wenn die Systemuhr das Jahr 2001 meldete wie bei macnews.de-Leser c-a-b, ist das lustig bis nervig. Auf jeden Fall aber verkraftbar.

Probleme haben allerdings Nutzer der Verschlüsselung OS X PGP WDE, der Entwickler rät von einem Update des Betriebssystems ab. In einigen Forenkommentaren ist zu lesen, dass sich das System nicht mehr booten lässt. Symantec hat bereits ein Dokument zur Fehlerbeseitigung bereitgestellt.

Auch Plugins von Drittanbietern versagen in OS X 10.6.5 zum Teil ihren Dienst. GnuPG, Growl, MailTags, DevonThink und Letterbox funktionieren zumindest bei manchen Lesern nicht mehr, Ärgernisse, die aktuelle Updates (GPGMail) oder Tricks und Kniffe (GrowlMail) beheben sollen.

Ein weiterer Aufreger ist die Funktion AirPrint: Diese hat Apple in der finalen Version von Mac OS X 10.6.5 deaktiviert. Allerdings kann man sich mit einem kleinen Kniff behelfen oder noch einfacher mit dem Tool AirPrintHacktivator Abhilfe schaffen. Hinzugekommen ist in Mac OS dagegen die Unterstützung für das Dateisystem exFAT in der Disk Utility. Sanftes Scrollen wie bei den Unibody-MacBook entdeckte Leser thh auf seinem MacBook Pro von Anfang 2008.

Gerne diskutiert werden nach Updates “gefühlte Geschwindigkeitszuwächse”. Die macnews.de-Leser sind sich weitgehend einig, dass Mac OS X 10.6.5 den Bildaufbau in Aperture beschleunigt. twdd: “Jedenfalls bauen sich bei mir nun Bilder mit mehreren Effekten/ Effektmasken innerhalb von ca. 1-2s auf – vorher 5s++.” Spiele laufen zumindest etwas flüssiger.

Die Behebung der Sicherheitslücken befeuert wieder die Flash-Diskussion, da viele Punkte auf das Konto des Adobe Flash Players gehen.

Ein Heise-Leser ist der Ansicht: “Die Vorversion OS X 10.6.4 hat einwandfrei und fehlerlos funktioniert, somit war eigentlich kein Update notwendig.” Installiert hat er es wohl trotzdem.

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