Mac OS X 10.6.7: Schriften-Dilemma mit Adobe-Fonts

Flavio Trillo
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Seit dem neuesten Update für Mac OS X mit der Nummer 10.6.7 stellten einige Anwender Probleme mit der Darstellung von OpenType-Schriften in Adobe-Produkten fest. Auch das Drucken führt bei Vielen zu Buchstabensalat und Frust. Bislang ist nicht abschließend geklärt, woher das Problem stammt. Es wird jedoch vermutet, dass Apple durch das Stopfen diverser Sicherheitslücken in den Apple Type Services (ATS) versehentlich einen Fehler bei der Schriftdarstellung verursacht hat.

Betroffene Dokumente sehen in Apples Vorschau einwandfrei aus, auch Safari zeigt die PDF-Dateien problemlos an. Erst wenn sie in Adobe Acrobat geöffnet werden, fehlen Zeichen und das Programm spuckt eine Fehlermeldung aus. Die sicherste und verlässlichste Möglichkeit, das Phänomen zu umgehen, liegt in der Wiederherstellung der vorigen Verison 10.6.6 über ein Time Machine Backup.

Eine wirkliche Lösung gibt es jedoch bis dato nicht, weder von Adobe noch von Apple. Die Schriftarten selbst sind offenbar nicht Quell des Ärgernisses. Jedenfalls brachte eine Neuinstallation der Font-Dateien keine Linderung, wie verschiedene Beiträge in Apples Diskussionsforen zeigen.

Von einem Mac über die Funktion “Als PDF sichern” exportierte Dateien, in denen OpenType-Schriften verwendet werden, sind mittels Adobe Reader unter Windows ebenfalls nicht lesbar. Andere PDF-Anwendungen wie etwa Foxit stellen das Dokument dagegen fehlerfrei dar. Nur wer auf seinem Mac keinerlei Adobe-Software installiert hat, dem dürften derartige Schwierigkeiten fremd sein.

Gegenüber macnews.de war man bei Adobe aktuell zu keiner Stellungnahme bezüglich dieses Problems bereit.

Weitere Themen: Mac OS X, Mac, Adobe

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