Snow Leopard installieren – nur wie?

Zwar lässt sich das neue OS nur auf auf Macs mit Intel Prozessor einsetzen – wer allerdings im Besitz eines solchen ist, muss mit keinen allzu großen Überraschungen rechnen. Die Bedienung des Betriebssystems unterscheidet sich kaum von der Bedienung des Vorgängers, auch dürften die meisten Anwendungen funktionstüchtig bleiben oder mit Hilfe von Herstellerupdates schon bald wieder den Betrieb aufnehmen.
Die Frage, ob man sich Snow Leopard zulegen soll, beginnt derzeit mit einem Blick auf dieses Wiki: Dort finden sich zahlreiche Programme mit samt der Information aufgelistet, ob sie auf dem neuen System bereits rund laufen, ob mit Einschränkungen zu rechnen ist oder sie gar ihren Dienst versagen. Wer dort für sich wichtige Software findet, die sich mit dem Schneeleoparden partout nicht vertragen will, der muss auf ein Update warten. Besserung kann sowohl eine Aktualisierung durch Apple als auch eine neue Version des betroffenen Programms bringen.
Mac OS X 10.6 birgt besonders in den Tiefen des Systems einige handfeste Vorteile gegenüber seinem Vorgänger: Techniken wie Grand Central und OpenCL bergen ungeahnte Möglichkeiten, aus denen besonders rechenintensive Software in Zukunft schöpfen wird. Diese müssen ihre Entwickler allerdings erst dafür anpassen. Ein wenig schneller ist Snow Leopard laut ersten Benchmarks in manchen Bereichen auch so: Safari surft schneller im Netz, Time Machine erstellt Backups schneller und selbst das Herunterfahren des Macs geht schneller von der Hand. Generell gilt: Je aktueller ein Mac ist, um so besser kommen die Geschwindigkeitsvorteile von Mac OS X 10.6 zur Geltung. Darüber hinaus allerdings birgt das neue OS auch einige weitere Überraschungen: An die kleinen Verbesserungen in den Details, die skalierbaren Finder-Icons beispielsweise, dürfte man sich schnell gewöhnen und sie schon bald nicht mehr missen wollen. Wer den Mac mit einem Exchange-Server verbinden will, kann auf das neue Betriebssystem ohnehin nicht verzichten.

Eine Hürde allerdings bleiben die Hardware-Voraussetzungen: Snow Leopard verlangt nicht nur einen Intel-Prozessor sondern auch ein Gigabyte Arbeitsspeicher und mindestens fünf Gigabyte Festplattenplatz. Nach einem Update bekommen Leopard-Anwender jedoch freien Festplattenplatz zurück, verspricht Apple: bis zu 7 Gigabyte bei einer Standard-Installation.. MacBook Air-Anwender müssen bei der Installation auf Apples externes DVD-Laufwerk oder einen zweiten Computer zurückgreifen, da man bei der Installation nicht um ein DVD-Laufwerk herumkommt.
Bleibt die Frage nach dem Preis: Wer seinen Mac ab dem 8. Juni gekauft hat, bekommt Snow Leopard gegen eine Bearbeitungsgebür von 8,95 Euro nachgeliefert. Wer ein Update machen möchte und Mac OS X 10.5.x installiert hat, zahlt 29,95 Euro. Tiger-Anwender (Mac OS X 10.4) sollen laut Apple das “Mac Box Set” für 169 Euro kaufen, das auch iWork und iLife ’09 enthält. Technisch würde auch die Installation der Leopard-Update-Version funktionieren, allerdings nicht als Update, sondern nur als Neuinstallation nach dem Löschen der Festplatte.


Thomas Konrad

