Apple Quartalszahlen 3-2011: 9,2 Millionen iPads verkauft, OS X Lion kommt heute

Flavio Trillo
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Peter Oppenheimer und Tim Cook stellten Dienstagnacht Apples Bilanz für das dritte Quartal des Finanzjahres 2011 vor. Wieder einmal hagelte es Rekorde – wieder einmal waren alle begeistert und entzückt. Gleichzeitig gab Oppenheimer in einem Nebensatz bekannt, dass Mac OS X Lion ab dem heutigen Mittwoch im Mac App Store erhältlich sein wird.

Gewinne, Gewinne, Gewinne – und Einnahmen

In den Monaten April, Mai und Juni konnte Apple Einnahmen in Höhe von 28,57 Milliarden US-Dollar vermelden, fast 82 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Dies sei vor allem dem erheblichen Wachstum von iPhone- und iPad-Verkäufen geschuldet. Hinzu kämen starke Werte für die Macs.

Insgesamt blieben davon 7,3 Milliarden US-Dollar Gewinn übrig, was einem Plus von beinahe 125 Prozent im Vergleich zum Q3/2010 entspricht. Die Brutto-Marge erhöhte sich geringfügig auf 41,6 Prozent und die Gewinne pro Aktie stiegen um 1,39 auf 7,79 US-Dollar.

Macs: Tragbar und mobil

Für die Macs sah es im vergangenen Jahresviertel bereits sehr gut aus. Mit 3,947 Millionen verkauften Computern verbesserte Apple sich um 13,75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig wuchs der gesamte Markt nur um 2,6 Prozent – Macs entwickelten sich also fünfmal so gut wie der Rest der Branche.

Wie Tim Cook anmerkte, stellt das MacBook Pro den Löwenanteil der Mac-Verkäufe. Auch die Popularität des MacBook Air konnte viel zu dem Wachstum beitragen. Auch wenn man mit dem Ergebnis äußerst zufrieden sei, so Apples COO weiter, arbeite man in Cupertino natürlich fieberhaft daran, diesen Wert noch zu erhöhen.

Insbesondere das Warten auf OS X Lion habe dafür gesorgt, dass viele Kunden sich mit ihrem Kauf vorerst noch zurückgehalten hätten. Mit der Veröffentlichung des neuen Betriebssystems am 20. Juli werden die Verkäufe wieder erheblich ansteigen.

iPhone und iPad: Die kleinen Wunderkinder

Erstaunliches tat sich im vergangenen Quartal einmal mehr im Bereich von iPhone und iPad. Geradezu wahnwitzig sind die 9,25 Millionen verkauften iPads, und zwar sowohl im Vergleich zum Vorjahr, dem ersten Verkaufsquartal des Apple-Tablet (3,27 Miilionen) als auch im Vergleich zum vorherigen Quartal 2/2011 (4,69 Millionen).

Selbst den Vergleich mit dem traditionell reichhaltigen Feiertags-Quartal 1/2011 (7,33 Millionen) müssen die letzten drei Monate nicht scheuen. Das Wachstum gegenüber Q3/2010 beträgt damit ganze 182,75 Prozent. Auch das iPhone entwickelt sich nach wie vor prächtig. In seinem besten je vermeldeten Quartal konnte Apple mehr als 20,3 Millionen Smartphones verkaufen. Damit verbesserte sich der Wert von Jahr zu Jahr um 142,12 Prozent.

Nur die iPods sitzen auf einem absteigenden Ast – jedenfalls will die Kurve nicht so recht nach oben tendieren. Rückläufige Verkaufszahlen (fast 20 Prozent weniger als im Vorjahr) bedeuten, dass nur 7,54 Millionen Einheiten in diesem Quartal ein neues Zuhause fanden. Das ist der schlechteste Wert seit dem vierten Quartal 2005.

Für das kommende Quartal erwartet Apple 25 Milliarden US-Dollar Einnahmen, sowie eine Brutto-Marge von 38 Prozent. Dies begründete Tim Cook mit dem negativen Einfluss des Back-To-School-Programmes. Auch hätten diverse einmalige Zuwendungen im vergangenen Jahresviertel diesen Wert quasi künstlich ansteigen lassen.

Mit der Veröffentlichung von OS X Lion am heutigen Mittwoch endet auch das Up-to-date-Upgrade Programm. Es bot allen Mac-Kunden, die ihren Rechner nach dem 6. Juni 2011 im Apple Store oder bei einem autorisierten Händler erworben haben, eine kostenlose Aktualisierung auf das neue Betriebssystem. Dieses Angebot gilt bis zum Start von Mac OS X 10.7, ab da dürften also alle Rechner von Haus aus mit dem neuen System ausgestattet sein.

Weitere Themen: Apple Quartalszahlen, iPad

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