Flashback: Apple entwickelt eigenes Tool zur Malware-Entfernung

Apple hat sich in einem Support-Dokument offiziell zu dem Mac-Trojaner Flashback geäußert. Das Unternehmen verweist in dem Dokument auf das jüngste OS-X-Sicherheitsupdate, das die problematische Sicherheitslücke schließt. Außerdem kündigt Apple ein eigenes Tool zum Aufspüren und Entfernen der Malware an.

Flashback: Apple entwickelt eigenes Tool zur Malware-Entfernung

In dem Support-Dokument erklärt Apple, dass die Malware Flashback eine Java-Sicherheitslücke ausnutze, um sich selbst auf Macs zu installieren. Das erwähnte Sicherheitsupdate macht eine Installation allerdings unmöglich, so dass Macs nach dessen Installation vor Flashback sicher sind.

Wer einen Mac hat, der bereits Flashback-infiziert ist, muss den Trojaner bisher allerdings manuell entfernen. Zwar gibt es mittlerweile ein Tool, das ihn mit einem Mausklick auffinden kann, die Entfernung ist allerdings bisher relativ kompliziert. Das Tool, das Apple in diesen Tagen dem Support-Dokument zufolge entwickelt, wird diesbezüglich Abhilfe schaffen – allerdings ist nicht bekannt, wann dieses erscheinen soll.

Apple erklärt außerdem, dass das Unternehmen mit Internet-Anbietern zusammenarbeite, um Server abzuschalten, die Flashback auf infizierten Macs fernsteuern können. Offenbar hat Apple im Zuge dessen auch die Abschaltung eines Servers des Sicherheitsunternehmens Dr. Web beantragt. Die russische Firma hatte letzte Woche mit der Meldung für Aufsehen gesorgt, dass weltweit 600.000 Macs – rund ein Prozent der sich im Betrieb befindenden Apple-Rechner – mit Flashback infiziert seien.

Um diese Zahl zu ermitteln, hatte Dr. Web selbst einen Server betrieben, der Flashback selbst nicht fernsteuert, den Trojaner aber auffindet. Apple dürfte den Server für einen Steuerungs-Server gehalten und deswegen die Abschaltung beantragt haben. Das sieht auch der Dr.-Web-Chef Boris Scharow so, der sich trotzdem über Apples Vorgehensweise ärgert: Dr. Web könne nicht mit Apples Sicherheitsteam zusammenarbeiten, das das Unternehmen dessen Kontaktdaten nicht einmal kenne.

Anders als beispielsweise Microsoft scheine sich Apple keine Hilfe von Dritten zu wünschen. Allerdings müsse sich Apple etwas überlegen – denn die Sicherheit des Macs sei auf dem absteigenden Ast.

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