Homebanking mit MacGiro 7 unter neuer Oberfläche und Lion

Ralf Bindel
40

MacGiro ist eine Kontoverwaltung für den Mac mit langer Tradition. Das Programm kennzeichnen Funktionsvielfalt sowie höchste Sicherheit, doch die Oberfläche blieb bei alten Standards. Mit Version 7 führt Hersteller Med-i-bit endlich die Einfenster-Technik ein, die Software soll nicht länger die Emulationsumgebung Rosetta benötigen und auch auf OS X Lion laufen.

Ab 12. Juli 2011 soll es soweit sein: Dann ist das neue MacGiro 7 erhältlich. Eines der ältesten Banking-Programme für den Mac erscheint dann mit neuer Oberfläche und wird auch unter OS X Lion laufen. Kennzeichen von MacGiro waren immer die “Formular-Metapher“, die Abbildung des papierenen Überweisungsformulars von Banken und Sparkassen, die schnelle Implementierung von neuen Sicherheitsstandards und hohe Funktionsvielfalt wie der von Profis benötigten Möglichkeit zum Einzug von Lastschriften.

Schwächen gab es bei der Oberfläche und Auswertungen, davon profitierten Konkurrenten wie Bank X. Wahrscheinlich ist das alte Formular-Pendant so noch enthalten. Fest steht aber, dass es ein neues Hauptfenster geben wird, aus dem sich alle Funktionsbereiche wie Kontobücher, Sichten und Listen in einer linken Navigationsspalte aufrufen lassen, ohne dass man separate Fenster öffnen muss. Integriert sind ebenfalls eine Suchhistorie und ein Überblick über alle Konten.

Auswertung verbessert

Neben neuen Auto-Kategorien für häufig wiederkehrende Vorgänge wurden besonders die Auswertungsfunktionen verbessert. Zur Textauswertung kommen jetzt auch Grafiken, bei den Kategorien in Form von Torten, bei den Transfers als Balkendiagramm. Darüber hinaus lassen sich nun auch die Kontoverläufe differenzierter darstellen.

 

Konten abgleichen

Bisher war es nur möglich, selbst veranlasste Transfers beim Kontoabgleich automatisch verschmelzen zu lassen, nun soll das für sämtliche Vorgänge gelten. Auch die automatische Übernahme aller Buchungen soll möglich sein.


Konten verwalten

Kontobücher müssen nun nicht mehr im Gesamtumfang im Fenster erscheinen, sondern können auf dynamische Zeiträume (wie die letzten 90 Tage) beschränkt und in unterschiedlichen Sortierungen angezeigt werden.

Schneller überweisen

Die Eingabe von Kontodaten der Empfänger beschleunigen automatische Vorschläge anhand der bereits eingegebenen Zeichen, aus denen dann der Eintrag per Klick ausgewählt werden kann.

Weitere Neuerungen

Darüber hinaus soll es zahlreiche neue Funktionen in MacGiro 7 geben wie:

  • Ein- und Ausschalten von MacGiroMemo direkt aus dem Programm.
  • Einfaches Ausführen direkt aus dem Eingabefenster heraus.
  • Zurücküberweisen: Sie können mit einem Befehl Eingänge auf Ihrem Konto zurückweisen.
    Kontext-Menüs in allen Listen.
  • Suchkriterien sind jetzt standardmäßig auf das neue Kriterium Verwendungszweck/Fremdkontoinhaber eingestellt. Es werden hier alle Vorkommnisse des Suchtexts im Verwendungszweck oder Fremdkontoinhaber gefunden und decken damit die meisten Fälle ab.
  • Sichere PIN-Eingabe nach PCSC 2.0 Part 10 für weitere Klasse-2-Chipkartenleser, z. B. cyberJack® RFID (ab 10.5).
  • Weitere kleine Verbesserungen.

Von Rosetta zu OS X

MacGiro gehörte bis jetzt zu den selten gewordenen PowerPC-Programmen, die ausschließlich in der Emulationsumgebung Rosetta liefen. Apple hatte diese beim Wechsel von der PowerPC-Plattform auf die Intel-Basis 2006 eingeführt, damit ursprünglich für die RISC-Prozessoren geschriebene Software weiter benutzt werden konnten. Wie bekannt, ist in OS X Lion die Rosetta-Umgebung nicht mehr enthalten, so dass Traditionalisten wie MacGiro umgestellt werden müssen. In die neue Version 7 hat Hersteller Med-i-bit jetzt sowohl den Code für PowerPC- wie für Intel-Prozessoren integriert, damit ist sie auch noch auf alten PowerPC-Macs ab Mac OS X 10.4 lauffähig.

Für Anwender, die schon vor dem Erhalt von MacGiro 7 auf OS X Lion umsteigen wollen, verweist Med-i-bit auf das unterschiedliche Datenbankformat von 6.5 gegenüber 7, das nur über einen XML-Export vor dem Update auf Lion in die neue Version integriert werden kann. Eine genauere Anleitung hat der Hersteller dazu auf seinen Seiten veröffentlicht. Ist die neue Version 7 installiert wird die XML-Datenbank mit sämtlichen Daten einfach importiert.

Preise

Die Vollversion von MacGiro 7 soll beim erstmaligen Kauf und Download wie bisher 139 Euro kosten, wer von 6.5 aktualisiert, zahlt 39 Euro, von 6 auf 7 kostet es 59 Euro. Die eingeschränkte Light-Version (nur 1 Konto) soll ebenfalls wie bisher 49 Euro kosten, auch für deren verschiedene Versionen (mehr Konten) gibt es unterschiedliche Update-Preise. Für 159 Euro ist auch eine CD-ROM-Version mit USB-Chipkartenlesegerät erhältlich.

MacGiro 7
Hersteller: Med-i-bit
Systemvoraussetzungen: Mac OS X > 10.4
Preis: Update ab 39 Euro, Vollversion 139 Euro, als CD-ROM-Version mit USB-Chipkartenleser 159 Euro

Neue Artikel von GIGA APPLE

GIGA Marktplatz
}); });