Mac OS X Lion: Do-not-track und Lexikon-Update

Flavio Trillo
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Immer wieder erreichen uns tröpfchenweise kleinere Leckerbissen aus dem neuen Mac OS X Lion. Das aktualisierte Apple-Betriebssystem wird für diesen Sommer erwartet und viele Details beschrieben wir bereits in einer zwölfteiligen Spezial-Reihe. Entwickler haben jetzt eine Do-Not-Track Option im neuen Safari unter Mac OS X 10.7 entdeckt und auch die Lexikon-Anwendung scheint eine Überarbeitung erfahren zu haben.

Wie das Wall Street Journal meldet, ist das Tool, mit dem der User die Verarbeitung eigener Daten durch Online-Werbeunternehmen verhindern kann, in der neuesten Entwickler-Version von Mac OS X Lion enthalten. Damit hat Apple die von der US-amerikanischen Verbraucherschutzbehörde FTC geforderten freiwilligen Anstrengungen unternommen. Was fehlt, ist eine entsprechende Unterstützung des “Do-Not-Track” Wunsches des Anwenders durch die Werbeanbieter.

Die können sich nämlich nach wie vor nicht auf eine einheitliche Behandlung des Signals einigen. Da all diese Maßnahmen auf Freiwilligkeit beruhen, gibt es bislang keine Möglichkeit, eine Entscheidung zu erzwingen. Google bleibt somit der einzige Browser-Hersteller, der noch keine eigene Do-not-Track-Funktion (abgesehen von einer Erweiterung) umgesetzt hat. Laut Wall Street Journal will das Unternehmen sich weiter verstärkt mit der Industrie auf eine Lösung verständigen. Allerdings ist Google selbst Teil dieser enorm umsatzstarken Werbeindustrie und dürfte an der von Datenschützern teils geforderten völligen Abschottung des Users vor Zugriffen von außen kaum interessiert sein.

Derweil gibt es noch eine weitere kleine Neuerung aus Mac OS X Lion zu vermelden: Das Lexikon wurde etwas aufgehübscht und zeigt nun am linken Fensterrand eine praktische Liste der Suchergebnisse zu dem gewünschten Begriff. Außerdem stellt die Spotlight-Suche den gesamten Eintrag des Lexikons zu dem gesuchten Wort dar, wenn mit dem Cursor über dem Eintrag verweilt wird. Bisher ist hier nur der erste Absatz einer Definition zu sehen.

Doch auch inhaltlich hat sich etwas getan. Das British Oxford Dictionary of English ist in einer aktuellen Version aus dem Jahr 2010 enthalten, zudem wurde Apples eigenes Register von Produkten und Markennamen aktualisiert. Mithilfe einer zusätzlichen Multitouch-Geste lässt sich unter Mac OS X Lion jedes Wort direkt im Lexikon nachschlagen: Ein Tipp mit drei Fingern auf das Wort genügt.

Bild: Appleinsider.com

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