Sonora: Neue Musik-App für OS X als Beta verfügbar

Holger Eilhard
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iTunes ist seit Jahren gewachsen und gewachsen. Mittlerweile als zentrale Lade-Station für iPod, iPhone, iPad, Apps, Videos und – ach ja – Musik angekommen, hat die Anwendung an vielen Stellen gewaltig zugelegt. Wer einen einfachen, schlanken Musik-Player sucht, sollte Sonora im Auge behalten.

Sonora: Neue Musik-App für OS X als Beta verfügbar

Spätestens seit der Vorstellung von iTunes Match erwische ich mich selbst kaum noch beim Synchronisieren von iPhone oder iPad. Lediglich TV-Serien zum Streamen an Apple TV werden noch gelegentlich kopiert. Podcasts erledigt Instacast* schneller und schöner als die iPod-App in iPhone oder iPad. Und die gesamte Musik-Bibliothek ist mittlerweile dank iTunes Match auch in der fast allgegenwärtigen Wolke angekommen. Wozu also noch iTunes?

Wer sich diese Frage auch schon gestellt hat und auf der Suche nach einer ressourcenschonenden Alternative ist, hat mit Sonora eine schicke Möglichkeit gefunden. Die App ist seit gestern in einer ersten Beta-Version verfügbar – Probleme können und werden auftreten. Beim ersten Start kann man die lokale iTunes-Bibliothek einlesen und hat nach einem kurzen Scan Zugriff auf die dort hinterlegten Songs. Die in iTunes gepflegten Meta-Daten werden natürlich ebenfalls in Sonora genutzt.

Als erstes fällt die ungewohnte aber dennoch einfache Oberfläche auf. Links die schlichte Auflistung der einzelnen Künstler, rechts daneben die Detail-Ansicht der Alben. In Sonora gibt es aktuell nur zwei Ansichten der Musikbibliothek: Die beschriebene Übersicht nach Künstler und die Anzeige der Wiedergabelisten, in Sonora Mixes genannt. Die Mixes-Sicht erinnert ein wenig an die Darstellung der von iTunes bekannten Genius-Mixes.

Ein Klick auf den Play-Knopf startet das gewählte Album oder den Mix und fügt es in die Trackliste ein, die daraufhin im Titel des Fensters erscheint. Dort kann die Reihenfolge der Tracks per Drag und Drop geändert werden, oder ein Titel aus der Wiedergabe-Liste herausgezogen werden. Zusätzliche Titel können daraufhin per Doppelklick auf ein Album oder Mix in die Playliste eingefügt werden. Per Rechtsklick hat man weitere Möglichkeiten zum Editieren und Einfügen der Musik in die aktuelle spielende Playlist. Ganze Alben können per Drag und Drop in die Playlist eingefügt werden, dazu zieht man das Album einfach an die gewünschte Stelle in der Titelzeile.

Wer nicht immer die Navigation auf der rechten Seite nutzen will, kann auch einfach bei aktiviertem Sonora anfangen zu tippen. Dann taucht ein kleines Eingabefenster auf, was man eventuell von der Form her schon von Alfred* oder QuickSilver her kennt. Hier kann man nun nach Künstlern, Alben oder Songs suchen. Die Treffer können dann ebenfalls per Klick auf das +-Symbol der Playlist angefügt werden oder – abermals – per Drag und Drop an die gewünschte Stelle gezogen werden.

Im Gegensatz zu iTunes kann Sonora aber auch mit Audio-Formaten wie FLAC, OGG oder APE umgehen. Was mir aktuell leider fehlt, ist die AirPlay-Unterstützung zum Streamen an meinen Apple TV. Direkt in Sonora integriert ist ein Last.fm-Scrobbler, der die gespielten Tracks direkt im dortigen sozialen Netz mitteilt. Wer sich nicht von iTunes trennen kann oder will, hat auch nach dem ersten Start jederzeit die Möglichkeit die in iTunes geänderten oder neu hinzugekommenen Songs in Sonora zu importieren.

Wer sich für die noch junge iTunes-Alternative interessiert und auf dem Laufenden bleiben will kann dem Projekt des 17 Jahre alten Indragie Karunaratne und 23-jährigen Tyler Murphy auf Twitter unter @SonoraApp folgen. Wir sind gespannt auf die kommenden Versionen.

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