Mac OS X Lion wird noch benutzerfreundlicher

Thomas Konrad
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Nach einer kurzen Begrüßung durch CEO Steve Jobs machte Apples neues Desktop-Betriebssystem Mac OS X Lion den Anfang auf der diesjährigen Entwicklerkonferenz WWDC. Über 250 neue Funktionen verspricht der Hersteller.

Gänzlich neu: Mac OS X Lion wird schon bald als Download zur Verfügung stehen

Mac OS X Lion wird noch benutzerfreundlicher

Darunter auch die von Apples iOS bekannten Multitouch-Gesten: Inhalte kann man so mithilfe der Magic Mouse oder mit dem Magic Trackpad durchblättern. Mit einer Zoom-Geste lassen sich beispielsweise Bilder vergrößern – soweit nicht viel Neues. Scroll-Leisten habe man über Bord geworfen, Applikationen sollen auf dem Desktop zunehmend im Vollbild-Modus laufen, auch das kennen wir von iPhone und Co.

Mission Control
Mission Control sei wohl die beste neue Funktion in Lion, verspricht Apples Phil Schiller. Mission Control hilft, den Überblick über laufende Programme, deren Fenster und Dashboard-Widgets zu behalten. Mittels spezieller Gesten kann man in der Folge einzelne Fenster vergrößern und direkt in den Vordergrund befördern. Auch Spaces lassen sich damit verwalten und erstellen

Photo Booth
Der Webcam-Software Photo Booth hat Apple ebenfalls neue Funktionen spendiert: Wie die meisten System-Apps lässt sich die App im Vollbild-Modus nutzen. Außerdem erkennt sie nun Gesichter und kann Effekte gezielt auf Gesichtspartien wie Augen anwenden.

Der Mac App Store
Seit etwa sechs Monaten gibt es den Mac App Store. Schon jetzt sei er die Nummer eins, wenn es um den Kauf von Mac-Applikationen geht. Mit Mac OS X Lion erhält der Mac App Store In-App-Einkäufe. Entwickler können so den Kauf zusätzlicher Inhalte in ihrer Software ermöglichen.

Launchpad, Resume und weitere Systemfeatures
Ähnlich wie ein Homescreen auf dem iPhone bietet Launchpad Platz für alle Apps auf dem Mac, auch Ordner lassen sich anlegen. Resume nennt der Hersteller eine Funktion, mit der man Programme beim erneuten Aufruf so vorfindet, wie man sie verlassen hat. Und wieder lernt der Mac vom iPhone. Für vergessliche Anwender sichert Mac OS X Lion Dokumente nun völlig automatisch und ohne eigenes Zutun. Auto Save heißt die Funktion. All diese Zwischenspeicherungen ermöglichen dem Anwender einen Vergleich der verschiedenen Versionen. Mithilfe von “Versions” lassen sich diese Versionen vergleichen und modifizieren.

AirDrop ist Apples Antwort auf Dateiaustausch mittels USB-Sticks. AirDrop zeigt Nutzer, die ihrerseits dieses Feature verwenden. Dateien lassen sich nun verschlüsselt in einer Peer-to-peer-Verbindung über Wlan austauschen. Ein Einrichten des Dienstes ist laut Apple nicht erforderlich.

Mail
Apples Mail-Programm in Lion erhält einige neue Funktionen und erinnert stark an die iPad-Version der Software. Bei Suchen werden nun Vorschläge generiert. Gleichzeitig kann die Software Namen, Daten und Betreffe auseinanderhalten. Aus der Beta bereits bekannt ist die Conversations-Ansicht: Zusammenhängende E-Mail-Konversationen werden damit gruppiert. Zudem lässt sich die Seitenleiste ausblenden.

Preis und Verfügbarkeit
Apple wird Mac OS X Lion ausschließlich über den Mac App Store vertreiben. Bereits im Juli soll es soweit sein: Die vier Gigabyte große Datei lässt sich dann für knapp 30 Euro herunterladen. Die Installation erfolgt ohne eigenes Zutun.

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