OS X Mavericks: Alles zum neuen Finder mit Tabs und Tags

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Während der WWDC-Keynote war der neue Finder wohl die am lautesten bejubelte Mavericks-Neuerung. Viele sehnten sich nach einer Überholung des Datei-Tools von Apple. Unter OS X 10.9 glänzt der Finder mit Tags, Tabs und einem Vollbildmodus.

OS X Mavericks: Alles zum neuen Finder mit Tabs und Tags

OS X Mavericks: Endlich hat der Finder Tabs!

Viele Alternativ-Programme zum Finder bieten schon lange Tabs. Die offensichtlich gewünschte und für praktisch gefundene Funktion findet sich mit OS X Mavericks von Haus aus im Finder. Aussehen tun sie wie im Safari-Browser.

Beim ersten Öffnen blendet man die Tableiste mit cmd+shift+T ein. Sie zeigt natürlich vorerst nur ein einziges Tab. Mit cmd+T fügen wir neue Tabs hinzu und zwar so viele, wie wir möchten. Über einen Doppelklick bei gehaltender cmd-Taste wird ein Ordner direkt in einem neuen Tab geöffnet — das kennen wir so ähnlich auch schon von Safari.

Jetzt können wir beliebig das Aussehen, die Sortierung und natürlich den Zielordner eines jeden Tabs wählen. Hier Dokumente in Listenansicht, nebenan Fotos im Cover Flow (ja, anders als in der Musik-App von iOS 7 gibt es ihn hier noch). Wir können Tabs verschieben, als einzelne Fenster ausgliedern oder umgekehrt, freie Einzelfenster als Tab in ein anderes Fenster integrieren.

Wer viele einzelne Fenster geöffnet hat, wählt im Menü Fenster/Alle Fenster zusammenführen und schon ist alles fein säuberlich und platzsparend verstaut. Auch das Verschieben oder Kopieren von Dateien von Tab zu Tab ist möglich. Dazu ziehen wir einfach das Dokument auf den Tab. Loslassen, fertig. Zum Schließen des aktuellen Tabs dient die Tastenkombination cmd+W.

Tags im Finder: Mavericks motzt die Etiketten auf

Von Craig Federighi mit großer Begeisterung vorgestellt: Tags im Finder. Wir kennen sie als Etiketten, die farbliche Markierung von Dateien, um sie besser gruppieren zu können. In vielen Dingen ähneln die Tags den Etiketten. Man kann nach ihnen suchen und sie umbenennen. Auch das Gruppieren nach Tags ist möglich, wie mit Etiketten. Doch Tags können noch einiges mehr.

Zunächst sind sie flexibler. Wir können neue Tags anlegen, mit einer Farbe versehen und benennen. Pro Datei sind mehrere Tags gleichzeitig möglich. Wir können sie entweder über einen Rechtsklick vergeben, oder direkt beim Sichern auf dem Mac oder in der iCloud. Vorhandene Tags werden hier beim Tippen vorgeschlagen, wir können aber auch problemlos neue Anlegen.

À propos iCloud: Die Tags der dort gesicherten Dateien werden natürlich synchronisiert und sind so auf allen Geräten gleich. Darüber hinaus gibt es in der Seitenleiste eine neue Kategorie mit Tags.

Wollen wir eine Datei mit einem solchen Tag versehen, genügt es, sie darauf zu ziehen. Egal, ob aus einem Ordner oder direkt vom Schreibtisch aus.

Ein Klick auf eines der Tags in der Seitenleiste funktioniert genau wie die Suche nach einem Etikett in aktuellen Versionen von OS X — es ist nur übersichtlicher und besser. So zeigen wir ganz schnell alle Dateien an, denen dieses Tag zugewiesen wurde.

Fazit: Finder in Mavericks ist richtig gut geworden!

Insgesamt ein sehr schönes Upgrade der bereits etwas eingestaubten Etiketten. Auch Tabs machen die Arbeit mit dem Finder in der Vorschau-Version von OS X Mavericks gleich viel ansprechender. Noch gibt es ein paar kleinere Unebenheiten auszugleichen. Aber dafür ist die Beta-Phase ja schließlich gedacht.

Auch der neue Vollbild-Modus tut dem Finder gut. In Kombination mit dem verbesserten Mehr-Display-Modus gehören viele Stolpersteine im Arbeitsablauf der Vergangenheit an. An die Vielfalt von Drittanbieter-Programmen wie Path Finder kommt der Mavericks-Finder jedoch noch nicht heran.

Die Entwickler müssen sich also vorerst keine Sorgen machen, dass ihre Software durch das neue OS X 10.9 obsolet wird.

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